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02.12.2014

12:43 Uhr

Trauer um Tugce A.

„Das arme Mädchen, sie wollte doch nur helfen“

VonTina Halberschmidt, dpa

Sie mischte sich ein und bezahlte mit ihrem Leben: Tugce A. soll zwei Mädchen geholfen haben, bevor sie von einem Mann angegriffen wurde und später starb. Der Fall der Studentin bewegt die Menschen – weltweit.

Tugce A. wurde von einem 18-jährigen niedergestreckt und hatte dabei so schwere Verletzungen erlitten, dass sie sofort ins Koma fiel. dpa

Tugce A. wurde von einem 18-jährigen niedergestreckt und hatte dabei so schwere Verletzungen erlitten, dass sie sofort ins Koma fiel.

DüsseldorfDer gewaltsame Tod der Studentin Tugce A. sorgt für Aufsehen – nicht nur bei uns: Inzwischen berichten nicht nur deutschsprachige, sondern auch zahlreiche internationale Medien über den Fall. So stellte das „Time“-Magazin aus New York einen langen Artikel unter anderem über die Online-Petition ins Netz, in der mehr als 150.000 Menschen das Bundesverdienstkreuz für Tugce A. fordern.

Tugce sei unfreiwillig ein Sinnbild für die Gefahren geworden, denen Frauen ausgesetzt seien, einfach weil sie Frauen seien, schreibt die Autorin des „Time“-Magazins. In ihrem Leben würden 70 Prozent aller Frauen weltweit Gewalterfahrungen machen. Das habe eine aktuelle Studie der UN ergeben, die Ende November am „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ veröffentlicht wurde.

Auch in Australien schlägt der Fall Wellen: Der Bericht in der Online-Ausgabe des „Sydney Morning Herald“ über Tugces Tod wurde 5.000 Mal auf Facebook empfohlen. Viele Kommentatoren auf der Facebook-Seite der Tagezeitung sind entsetzt über den gewaltsamen Tod der jungen Deutschen: „Was ist nur los mit den Menschen?“ fragt ein Nutzer. „Das arme Mädchen, sie wollte sich doch nur für andere einsetzen!“

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Auch der britische „Guardian“ berichtet über Tugce A, ebenso wie die britische Ausgabe der „International Business Times“. Auch in Griechenland, Italien, Schweden, den Niederlanden und der Türkei (Heimatland von Tugces Familie) ist Tugce Thema.

In türkischen Medien wird der mutmaßliche Täter Sanel M., ein 18-Jähriger aus Offenbach mit serbisch-montenegrinischem Pass, als „serbischer Schlächter“ bezeichnet.

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Bei Twitter melden sich Nutzer aus aller Welt zu Wort: Tweets, in denen es um Tugce geht, finden sich auf Spanisch, Französisch und sogar Japanisch. Ebenfalls bei Twitter hat sich auch Lotte Leicht, die europäische Direktorin von „Human Rights Watch“ zu Wort gemeldet: Ihr tiefer Respekt und ihre Gedanken gälten der Familie der jungen Studentin.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

02.12.2014, 12:54 Uhr

Auf der Überwachungskamera des Parkplatzes, wo diese Tragödie geschah, ist etwas anderes zu sehen. Der mann schubste seinen Kollegen (dieser Kollege wollte seinen Freund ständig abhalten sich einzumischen) und durch den Schubser wurde auch die dahinter stehende Tugce zu boden geschubst (gestürtzt). Zur falschen Zeit am falschen Ort kann man da auch sagen.

G. Nampf

02.12.2014, 13:09 Uhr

Wären genügend Polizisten (einer hätte gereicht) anwesend gewesen, würde Frau A. noch leben. Stattdessen hat (wiedereinmal) nur eine Überwachungskamera geglotzt, denn das Geld für eine Polizei, die ihre Arbeit sinnvoll machen kann, wird in Brüssel verpraßt.

Herr walter danielis

02.12.2014, 13:33 Uhr

Wie hätten sich die Medien und die Politik verhalten wenn:

das Opfer eine deutsche Frau gewesen wäre?

das Opfer und der Täter deutscher Herkunft gewesen wären?

das Opfer eine Ausländerin und der Täter ein Deutscher gewesen wären?

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