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12.01.2017

10:48 Uhr

Tresor auf den Schienen

Güterzug rammt Geldautomaten

In Dinslaken ist ein Güterzug entgleist, nachdem er mit einem Geldautomaten zusammengeprallt ist. Wahrscheinlich hatten Unbekannte den Tresor des Automaten auf die Schienen gelegt, um an die Banknoten zu gelangen.

Ein Güterzug hat diesen Geldautomaten gerammt – und ist dabei aus den Schienen gehoben worden. dpa

Güterzug entgleist

Ein Güterzug hat diesen Geldautomaten gerammt – und ist dabei aus den Schienen gehoben worden.

Ein Güterzug ist der Nacht zum Donnerstag in Dinslaken entgleist, nachdem Unbekannte einen Geldautomaten auf die Schienen gelegt haben. Der Triebwagen sei gegen den Automaten geprallt und aus den Schienen gehoben worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Lokführer und die zwei Begleiter blieben unverletzt. Der Güterzug aus den Niederlanden hatte unter anderem Gas geladen, das allerdings nicht ausgetreten sei. Der Zusammenprall ereignete sich laut Polizeiangaben um 2.36 Uhr.

Der entgleiste Triebwagen blockierte in den Morgenstunden noch immer das Gleis im Dinslakener Bahnhof, wodurch es zu erheblichen Verzögerungen im Regionalverkehr kommt. Der Zugverkehr zwischen Oberhausen und Wesel sei unterbrochen, teilte die Bahn mit. Auch die ICE-Linie zwischen Amsterdam und Frankfurt war am Morgen durch den Vorfall beeinträchtigt.

Die Spurensicherung sei vor Ort, sagte der Polizeisprecher. Die Ermittler gingen zunächst davon aus, dass die Täter den Automaten durch den Aufprall zerstören wollten, um an das Geld im Inneren zu gelangen. Der Geldautomat war am Hauptbahnhof in Dinslaken aus seiner Verankerung gerissen worden und auf dem Gleis platziert worden.

Dieser Versuch an die Banknoten zu gelangen ist der neue Höhepunkt eine Reihe kurioser und gefährlicher Automatensprengungen in Nordrhein-Westfalen. Seit zwei Jahren explodieren in dem Bundesland regelmäßig Automaten. Ermittler führen das auf die sogenannte Holland-Bande zurück, eine Gruppe aus den Niederlanden, die organisiert vorgeht.

Der Geldautomat nach dem Crash dpa

Neben der Bahnstrecke

Der Geldautomat nach dem Crash

In den Medien kursiert auch der Name Audi-Bande, da bei vielen Delikten PS-starke Autos deutscher Machart als Fluchtwagen verwendet werden. Im vergangenen Jahr flogen in NRW insgesamt 132 Geldautomaten in die Luft. Allein in den vergangenen drei Wochen sprengten Bankräuber auf ihren nächtlichen Beutezügen Automaten in Essen, Tüddern, Neuss und Herdecke.

Ein Polizist sichert auf dem Bahnhof in Dinslaken die Überreste des gesprengten Geldautomaten. dpa

Polizeieinsatz

Ein Polizist sichert auf dem Bahnhof in Dinslaken die Überreste des gesprengten Geldautomaten.

Kommentare (1)

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12.01.2017, 17:05 Uhr

Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:34 Uhr
Nazi-Krankenkasse plant Lager für adipöse Menschen in Nord-Korea.

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