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08.08.2016

17:09 Uhr

Tropensturm „Earl“

Mindestens 40 Tote bei schweren Unwettern in Mexiko

Die Ausläufer von Tropensturm „Earl“ richten in Mexiko schweren Schaden an. Dutzende Menschen sterben. In der Berglandschaft im Südosten des Landes reißen Schlammlawinen Menschen und Wohnungen mit.

Wegen heftiger Regenfälle waren mehrere Flüsse über die Ufer getreten, was Schlammlawinen an Berghängen verursachte. dpa

Tropensturm wütet in Mexiko

Wegen heftiger Regenfälle waren mehrere Flüsse über die Ufer getreten, was Schlammlawinen an Berghängen verursachte.

HuauchinangoBei Erdrutschen nach dem Tropensturm „Earl“ im Südosten von Mexiko sind mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Allein 29 Menschen starben im Bundesstaat Puebla, wie Gouverneur Rafael Moreno Valle am späten Sonntagabend (Ortszeit) bei Twitter mitteilte. Nach Angaben seines Amtskollegen Javier Duarte waren es im benachbarten Veracruz elf Tote. Zudem seien mehr als 1200 Menschen obdachlos geworden, schrieb er ebenfalls über den Kurznachrichtendienst.

Das Innenministerium erklärte für drei Gemeinden in Puebla den Notstand. Damit wurden Mittel aus einem Notfallfonds freigegeben. „Es ist ein schwerer Tag für die Menschen in Puebla. Es lässt sich nicht mit Worten beschreiben. Danke an alle, die helfen“, sagte Gouverneur Moreno Valle. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto kondolierte den Angehörigen der Opfer.

Die Zeitung „El Universal“ berichtete unter Berufung auf die Zivilschutzbehörde, im Bundesstaat Hidalgo seien zudem Steine und Erde auf ein Haus gefallen, in dem der 15. Geburtstag eines Mädchens gefeiert worden sei – ein wichtiger Anlass in Mexiko. Dabei sei die Jugendliche getötet worden.

Wegen heftiger Regenfälle waren mehrere Flüsse über die Ufer getreten, was Schlammlawinen an Berghängen verursachte. Nach mehreren Vermissten werde gesucht, erklärten die Behörden. In Puebla waren vor allem die Gemeinde Huauchinango – 140 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt – und die 15 Kilometer entfernte Ortschaft Tlaola betroffen. In Huauchinango habe es den größten Niederschlag innerhalb von 24 Stunden seit Beginn der Aufzeichnungen gegeben, teilte die Regierung von Puebla mit. Fünfzehn der Toten waren demnach Minderjährige.

Wetter: Tropensturm „Earl” fordert mindestens 40 Menschenleben

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Tropensturm „Earl” fordert mindestens 40 Menschenleben

Mindestens 40 Menschen sind bei Erdrutschen nach dem Tropensturm „Earl” im Südosten Mexikos ums Leben gekommen. Allein 29 Menschen starben im Bundesstaat Puebla, wie Gouverneur Rafael Moreno Valle bei Twitter mitteilte.

Die Wohnungen von mindestens 2000 Menschen in Huauchinango und Tloala wurden schwer beschädigt. Sie mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Zwei Brücken über den Fluss Necaxa brachen zusammen. Es kam auch nach Behördenangaben zwischenzeitlich zu Stromausfällen.

Gouverneur Duarte bedankte sich ausdrücklich bei der Schauspielerin Salma Hayek für ihre Solidarität: Der aus Veracruz stammende Hollywood-Star hatte in einem Video bei Instagram gesagt, sie bete für die Angehörigen der Gestorbenen. Die Behörden bat sie, die Opfer nicht im Stich zu lassen.

„Earl“ hatte sich am Samstag zu einem tropischen Tiefdruckgebiet mit Windgeschwindigkeiten von nur noch 55 Stundenkilometern abgeschwächt. Die starken Regenfälle hielten jedoch am Sonntag noch an. Aus der Karibik kommend war „Earl“ am Donnerstag in Belize mit Hurrikanstärke auf das zentralamerikanische Festland gestoßen.

Unterdessen zog über dem Pazifik der Tropensturm „Javier“ auf die Küste des Bundesstaates Baja California Sur zu. Die Behörden gingen davon aus, dass der Sturm in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) auf die Südspitze der Halbinsel trifft.

Von

dpa

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