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28.08.2011

17:47 Uhr

Tropensturm "Irene"

Manhattan kommt mit blauem Auge davon

Der Hurrikan „Irene“ fordert immer mehr Menschenleben. Die Zahl der Todesopfer steigt - und der Hurrikan wütet weiter entlang der Ostküste.

Wirbelsturm

Tote durch Hurrikan „Irene”

Wirbelsturm: Tote durch Hurrikan „Irene”

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+++19:05

Nach ersten Schätzungen dürfte der Hurrikan keinen großen Einfluss auf die Börsen haben. "Da war ja nicht viel mit Hurrikan", sagte eine Händlerin vom Düsseldorfer Brokerhaus Lang & Schwarz. Sie sehe den Dax unverändert gegenüber Freitag. Auch die Versicherer seien trotz Irene kaum verändert. "Aber natürlich könnte es zu Druck auf die Aktien am Montag kommen, wenn mehr Marktteilnehmer an Bord sind und die Schäden klarer zu erkennen sind", fügte sie hinzu.

+++17:43

Die US-Metropole New York hat nach Ansicht der Rettungskräfte den Wirbelsturm „Irene“ offenbar ohne die befürchtete große Katastrophe überstanden. „Der Himmel klart auf“, konstatierte der Chef Rettungskräfte, Joseph Bruno. Zwar habe es in einigen Gegenden Überschwemmungen und Schäden gegeben. „Aber alles in allem denke ich, dass wir es überstanden haben.“
+++17:35

Die Schäden in New York City halten sich auf den ersten Blick in Grenzen. Die Gebäude scheinen intakt, die meisten Autos stehen an ihrem gewohnten Platz. Auch in Downtown Manhattan sind vereinzelt Äste heruntergekommen, viele Nebenstraßen sind mit Blättern übersät, die großen Verkehrsadern blieben aber zum größten Teil frei. Nachbarn helfen sich gegenseitig, Straßen und Gärten wieder frei zu räumen. Die Baustelle des World Trade Center scheint auf den ersten Blick unbeschädigt, auch wenn hier an der Südspitze Manhattans am Vormittag immer noch ein kräftiger Wind wehte. An der Promenade des Hudson River flanieren schon wieder die ersten New Yorker.

+++17:23

Wegen des Wirbelsturms „Irene“ sind an der Ostküste der USA weiterhin mehr als vier Millionen Haushalte und Geschäfte ohne Strom. In den südlichen Staaten Virginia, South Carolina und North Carolina sowie in Maryland waren nach dem Durchzug des Hurrikans Reparaturmannschaften im Einsatz, um die Stromversorgung wiederherzustellen.

+++17:13

Die New York Stock Exchange (Nyse) ist unbeschadet durch den Sturm gekommen. "Wir planen morgen den Handel wie immer zu eröffnen", sagte ein Sprecher der Nyse dem Handelsblatt. Die Handelssysteme seien durch den Sturm nicht beschädigt worden. Allerdings warte man auf die Entscheidung von Mary Schapiro, der Chefin der US-Finanzmarktaufsicht SEC. Diese will im Laufe des Sonntagnachmittags bestimmen, ob die Börsen in den USA eröffnen dürfen. Kompliziert wird die Lage dadurch, dass die komplett stillstehende New Yorker Subway vermutlich erst gegen Montagnachmittag wieder voll funktionstüchtig sein wird. Das bedeutet, dass die Banken in Manhattan Probleme haben dürften, ihre Mitarbeiter herbeizurufen. Zudem liegen die Hauptgebäude einige Börsen und Banken, darunter das von Goldman Sachs, von Merrill Lynch und der Derivatebörse Nymex, in der Evakuierungszone. So lange Bürgermeister Michael Bloomberg diese Zonen nicht wieder für die Öffentlichkeit frei gibt, können diese Institutionen ihren Betrieb nicht voll aufnehmen.

+++17:10

Der Chef der Federal Emergency Management Agency hat die Bürger dazu angehalten, in ihren Häusern zu bleiben, berichtet Bloomberg. Herunterfallende Äste, der starke Wind und Regen seien noch immer eine Gefahr.

+++17:08

Nach stundenlangem Wüten lässt „Irene“ New York langsam hinter sich. Der gewaltige Wirbelsturm hat anscheinend weniger Schäden hinterlassen als befürchtet. Meldungen über Todesopfer in der Stadt gab es nicht Dennoch sind die Behörden von einer Entwarnung weit entfernt. Angebrochene Bäume oder loses Material von Häusern bleiben eine tödliche Gefahr.

+++16:59

Die Zahl der Todesopfer durch den Wirbelsturm „Irene“ in den USA ist auf mindestens zwölf gestiegen. Sechs Tote gab es nach Behördenangaben vom Sonntag allein im Bundesstaat North Carolina, wo „Irene“ am Samstag erstmals Festland erreicht hatte. Weitere Todesopfer wurden aus Virginia, Connecticut, Florida und Maryland gemeldet. Das jüngste Opfer war ein elfjähriger Junge, der in Newport News in Virginia durch einen auf das Haus seiner Familie stürzenden Baum erschlagen wurde.

+++16:53

Auch der Südwesten New Jerseys hat ein Todesopfer durch Irene zu beklagen, berichtet NBC. Die Frau soll Hilfe gerufen haben, doch die kam offensichtlich zu spät - sie wurde tot in ihrem Auto gefunden.

+++16:29

Der Holland Tunnel wurde nach der Sperrung wegen "Irene" nun wieder für den Verkehr geöffnet, berichtet NBC.

+++16:19

Im nördlichen Manhattan scheint inzwischen wieder Sonne, die Luft kühlt ab und es sieht aus, wie an einem schönen Tag, twittert der Reuters-Reporter Ben Berkowitz.

+++16:11

Im Battery Park an der Südspitze Manhattans geht das Wasser langsam wieder zurück, der Regen hat kurz aufgehört. Neugierige New Yorker wagen sich wieder auf die Straßen. Hat die Millionenstadt den Sturm schon überstanden? Long Island kämpf dagegen weiter mit heftigen Böen, Starkregen und Überflutungen.

+++15:38

Große Teile von New York City sind zunächst von den zerstörerischen Kräften des Tropensturms „Irene“ verschont geblieben. Während etliche Küstenregionen rund um die Millionenmetropole am Sonntagmorgen (Ortszeit) unter Wasser standen, präsentierte sich „Irene“ tiefer im Land als Regenschauer.

+++15:20

New Jerseys Gouverneur Chris Christie fürchtet die Nachwirkungen des Sturms in den nächsten Tagen. "Meine größte Sorge sind Überflutungen", sagte er auf CNN. Weil der August ein regenreicher Monat war, könnten die Böden kaum noch Wasser aufnehmen. Da es nun wegen Irene unentwegt weiterregne, sei Montag und Dienstag mit Überschwemmungen zu rechnen.

+++15:19

Das Zentrum des gewaltigen Wirbelsturms „Irene“ hat New York erreicht. Das Nationale Hurrikanzentrum gab den offiziellen Zeitpunkt mit Sonntag 9.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) an. In der Stadt gab es erste Überschwemmungen, Hunderttausende Menschen waren ohne Strom. Dennoch war die Situation vorerst unter Kontrolle, größere Schäden oder gar Tote wurden zunächst nicht gemeldet. Heftiger Regen peitschte aber schon seit Stunden über Manhattan.

+++15:17

Die New Yorker Behörden geben sich optimistisch. "Die Dinge liegen besser, als wir erwartet haben", sagte Christopher Gilbride, Sprecher des städtischen Katastrophenschutzes, der "New York Times". "Der Sturm bewegt sich schneller als gedacht", sagte er. Das bedeute weniger Schäden.

+++15:13

Der zum Tropensturm herabgestufte ehemalige Hurrikan „Irene“ hat in einigen Randbezirken von New York die Straßen überschwemmt. Die Stadtverwaltung erklärte, das Wasser ströme auf die Hauptstraßen von Rockaways, einer Halbinsel in Queens, deren Evakuierung Bürgermeister Michael Bloomberg angeordnet hatte. Auch auf Coney Island in Brooklyn standen Straßen unter Wasser. Im Hafen von New York erreichte das Wasser bereits die Bürgersteige.

+++15:12

Der Governeur von New Jersey, Chris Christie, schätzt, dass die Schäden durch "Irene" im Milliardenbereich liegen - wenn nicht im zweistelligen Milliardenbereich, twittert der Reuters-Reporter Anthony De Rosa.

+++15:10

Das National Hurricane Center hat Irene soeben herabgestuft: Irene ist jetzt offiziell kein Hurrikan mehr, sondern wird als Tropensturm geführt. "Die Auswirkungen sind allerdings unverändert", sagte Behördenchef Bill Read auf CNN.

+++15:05

Die US-Küstenwache gibt bekannt, dass die Schäden im US-Staat North Carolina nicht so massiv sind wie befürchtet. „Es waren nur einige wenige Bäume umgestürzt. Ich habe Hinweise auf Überflutungen gesehen“, sagte Küstenwachen-Konteradmiral William Lee dem Sender CNN nach einem Überflug jener Gegend, wo der Sturm am Samstag auf Land getroffen war. Alleine in North Carolina gab es aber mindestens fünf Todesopfer durch den Sturm.

+++14:58

Das übergetretene Wasser aus dem Hudson River erreicht den Meat Packing District in New York City, twittert der Reuters-Reporter Anthony De Rosa.

+++14:42

Die Hauptstadt Washington ist einigermaßen glimpflich davon gekommen. Es regnet seit Stunden, der Sturm hat Zweige abgenickt, vielerorts fiel zeitweise der Strom aus. In der gesamten Region sind laut "Washington Post" eine Million Menschen ohne Strom. Die U-Bahnen fahren aber noch. Bürgermeister Vincent Gray hatte vorsorglich den Notstand ausgerufen und tausende Sandsäcke an die Bürger verteilen lassen.

+++14:35

An der Ostküste der USA sind mehr als drei Millionen Menschen ohne Strom. Die Versorger warnten laut CNN, dass die Zahl steigen könnte. Auch die Gegend um die Bundeshauptstadt Washington war am Sonntagmorgen (Ortszeit) ohne Elektrizität.

+++14:33

In New York City wird das Zentrum des Wirbelsturms zur Mittagszeit (Ortszeit, 18.00 Uhr MESZ) erwartet. Die Geschwindigkeit der Winde gaben Meteorologen mit 120 Kilometern in der Stunde an, der Sturm selbst bewegt sich inzwischen mit rund 20 Stundenkilometern Richtung Nordosten.

Hurrikan „Irene” tobt an US-Ostküste

Video: Hurrikan „Irene” tobt an US-Ostküste

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+++14:25

In Lower Manhattan sind die Flüsse über die Ufer getreten. Der Hudson und der East River überspülen den Battery Park an der Südspitze Manhattans. Irene drückt Wasser in die Bucht und verstärkt damit die Flutgefahr.

+++14:24

Hurrikan „Irene“ hat die Zuggeschwindigkeit auf seinem Weg in Richtung New York erhöht. Der Wirbelsturm bewegt sich mit 40 Kilometern pro Stunde in nord-nordöstliche Richtung, wie das nationale Hurrikanzentrum in Miami erklärt. Die Spitzengeschwindigkeiten innerhalb des Wirbelsturms liegen unverändert bei 120 Kilometern pro Stunde. Meteorologen warnten zusätzlich vor möglichen Tornados im Nordosten der USA.

+++13:51

Das Auge des Wirbelsturms befindet sich derzeit über Sandy Hook in New Jersey, twittert die New York Times.

+++13:21

Der Hurrikan bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 Kilometern pro Stunde in nord-nordöstliche Richtung. Von New York City ist das Auge des Sturms noch gut 160 Kilometer entfernt. Trotzdem wurden dort im Hafen schon einen Meter hohe Wellen gemessen. Für die Stadtteile Brooklyn und Queens wurde kurzzeitig eine Tornado-Warnung herausgegeben.

+++13:16

In Conneticut sind laut Governeur Malloy 196 000 Haushalte vom Stromnetz abgeschnitten, twittert der Reuters-Reporter Nick Rizzo

+++13:05

Insgesamt 2,5 Millionen US-Haushalte sind bereits ohne Strom, zwei Reaktoren wurden abgeschaltet, berichtet Reuters-Reporter Ben Berkowitz auf Twitter. Mit weiteren Stromausfällen sei zu rechnen.

+++12:41

Die Sturmflüchtlinge in New Jersey sorgen sich um die Folgen von Irene. Viele Menschen aus den Küstenregionen sind nach Norden gefahren, um sich vor dem Hurrikan in Sicherheit zu bringen. Nun warten sie auf eine Besserung der Wetterlage. Ein Mann aus Atlantic City, wo „Irene“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern am frühen Sonntagmorgen zum zweiten Mal auf Festland traf, bangt: „Vielleicht ist mein Haus schon nicht mehr da.“

+++12:23

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, wurden dem District of Columbia staatliche Hilfsmittel zugesichert, um die Hurrikanschäden zu beheben.

+++12:14

Das Zentrum des Hurrikans „Irene“ hat die Küste des US-Staats New Jersey erreicht. Das Nationale Hurrikanzentrum in Miami teilte mit, das Auge des Wirbelsturms sei um 05.35 Uhr (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometer pro Stunde über Little Egg Inlet hinweggezogen.

Die schlimmsten Hurrikane seit 1980

Katrina

Katrina verwüstete 2005 die Region um New Orleans. 1322 Menschen starben, auch später in den überfluteten Straßen. Die Schäden beliefen sich, laut Münchener Rück, auf 125 Milliarden US-Dollar, wovon 62,2 Milliarden versichert waren.

Ike

2008 fegte Hurrikan Ike über Kuba, Haiti und die USA. 170 Personen kamen ums Leben, Schäden von 38,3 Milliarden Dollar entstanden. Davon versichert: 18,5 Milliarden.

Andrew

Hurrikan Andrew suchte im Jahr 1992 den US-Bundesstaat Florida heim. Es gab 62 Tote und Schäden in Höhe von 26,5 Milliarden Dollar. Versichert waren davon 17 Milliarden.

Ivan

Im Jahr 2004 tobte Hurrikan Ivan durch die Karibik und über den USA. Schreckensbilanz: 125 Tote, 23 Milliarden Dollar Schaden, 13,8 Milliarden davon rückversichert.

Wilma

Ebenfalls die Karibik und die USA traf Wilma 2005. 42 Tote waren zu beklagen, Schäden von 22 Milliarden Dollar entstanden. 12,5 Milliarden hiervor waren rückversichert.

Rita

Auch im Jahr 2005 wütete Hurrikan Rita, allerdings über Florida. Zehn Tote, 16 Milliarden Dollar Schaden, 12,1 davon abgesichert.

Charley

Ebenfalls Florida traf Wirbelsturm Charley im Jahr 2004. 36 Menschen kamen ums Leben, die Sachschäden bezifferten sich auf 18 Milliarden Dollar. Acht Milliarden gingen zu Lasten der Versicherungen. 

Frances

Hurrikan Frances verschlug es 2004 bis nach Kanada und den Norden der USA. Es starben 50 Menschen, zwölf Milliarden Dollar Schaden wurden verursacht. Gedeckt waren 5,5 Milliarden.

Hugo

Bereits 1989 zog Hurrikan Hugo über die Karibik und Teile der USA. 116 Menschen kamen ums Leben, 9,6 Milliarden Schäden standen 5,1 Milliarden Versicherungssumme gegenüber.

Jeanne

2000 Todesopfer forderte Jeanne im Jahr 2004 und verursachte dabei Sachschäden in Höhe von 9,2 Milliarden Dollar. Fünf Milliarden waren rückversichert.

+++12:10

Hurrikan Irene, der nach den Bahamas die US-Ostküste hochwandern soll, droht in der Region mehr Schaden anzurichten als jeder andere Sturm seit Hurrikan Gloria im Jahr 1985. Doch im Gegensatz zu Gloria, als die Schäden knapp unter der Milliardengrenze blieben, rechnen Experten jetzt mit 11 Mrd. Dollar an Versicherungsverlusten und einem gesamtwirtschaftlichen Schaden von 20 Mrd. Dollar.

+++12:00

Ein Atomreaktor in der Nähe der US-Hauptstadt Washington hat sich nach Beschädigungen durch Hurrikan „Irene“ automatisch abgeschaltet.

+++11:38

Zwölf Passagierflüge vom Frankfurter Flughafen an die US-Ostküste sind gestrichen worden. Sechs Maschinen aus den USA kommend wurden ebenfalls annulliert. Den Angaben zufolge konnten die Städte New York, Boston und Philadelphia wegen des schweren Unwetters nicht mehr angeflogen werden.

+++11:26

Hurrikan „Irene“ hat New York erreicht. Begleitet von Starkregen fegte der Wirbelsturm am Sonntagmorgen über die Millionen-Metropole hinweg. In Zehntausenden Haushalte fiel der Strom aus.

+++11:10

Die Zahl der Toten durch Hurrikan in den USA ist auf zehn gestiegen. Die meisten Opfer wurden von entwurzelten Bäumen, herabfallenden Ästen oder herumfliegenden Trümmerteilen erschlagen, wie der Nachrichtensender CNN am Sonntag berichtete.

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