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06.08.2015

07:29 Uhr

Trümmer von MH370

„Wir werden das Flugzeug finden“

Das im Indischen Ozean angeschwemmte Flugzeug-Wrackteil stammt vom vermissten Malaysia-Airlines-Flug MH370. Für die Bergungsteams kann das nun entscheidende Hinweise liefern. Australien verspricht Aufklärung.

Neues von Flug MH370

Angespültes Trümmerteil gehört zur vermissten Boeing 777

Neues von Flug MH370: Angespültes Trümmerteil gehört zur vermissten Boeing 777

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Kuala Lumpur/ParisEin erstes Wrackteil von Flug MH370 ist identifiziert, aber die Suche nach dem seit 17 Monaten vermissten Malaysia-Airlines-Flugzeug geht weiter. „Wir sind zuversichtlich, dass wir in der richtigen Gegend suchen und wir werden das Flugzeug dort finden“, sagte Martin Dolan, Chef der australischen Flugsicherheitsbehörde, dem Radiosender ABC am Donnerstag. Australien koordiniert die Suche nach dem Wrack im Indischen Ozean.

Die Suche gehe unvermindert weiter, versicherte auch Regierungschef Tony Abbott. „Wir sind es den Familien der Vermissten schuldig, zu versuchen, dieses Rätsel zu lösen“, sagte er im Rundfunk. „Wir sind es den Menschen schuldig, die Flugreisen machen und sich in der Luft sicher fühlen wollen.“

Experten hätten die im Indischen Ozean angeschwemmte Flügelklappe Flug MH370 zugeordnet, hatte der malaysische Regierungschef Najib Razak am Mittwochabend berichtet. Erste Analysen hätten „endgültig bestätigt“, dass es sich um ein Teil der Boeing 777 handelt.

Das rätselhafte Verschwinden von MH370

8. März 2014

Die Airline teilt mit, der Kontakt sei kurz nach dem Start abgebrochen. Die Boeing 777 war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Vor Vietnam beginnt eine internationale Suche.

14. März

Die Suche konzentriert sich auf den Indischen Ozean - Hunderte Kilometer westlich der ursprünglichen Flugroute.

15.März

Die Ermittler vermuten Sabotage. Die Boeing sei nach dem letzten Kontakt stundenlang auf neuem Kurs geflogen. Wahrscheinlich wurden Kommunikationssysteme absichtlich abgeschaltet, heißt es.

29. Mai

Die Maschine liege nicht im vermuteten Absturzgebiet, teilt das Koordinationszentrum mit.

20. Juni

Nach einer neuen Datenanalyse ist das Flugzeug wahrscheinlich weiter südlich als angenommen abgestürzt.

26. Juni

MH370 flog nach Einschätzung der Ermittler vor dem Absturz auf Autopilot.

28. August

Neueste Auswertungen legen nahe, dass das Flugzeug womöglich etwas früher Richtung Süden abdrehte.

5. Oktober

Die Suche wird in einem neu eingegrenzten Gebiet wieder aufgenommen.

29. Januar 2015

Malaysia erklärt alle Passagiere des vermissten Flugzeugs für tot. Die Suche nach der Maschine geht weiter.

8. März

Ein von Malaysias Verkehrsministerium am Jahrestag des Verschwindens veröffentlichter Zwischenbericht enthält nichts Neues.

24. März

Neuen Analysen zufolge ist das Flugzeug in den südlichen Indischen Ozean gestürzt. Das letzte Signal wurde laut malaysischer Regierung westlich der australischen Stadt Perth empfangen.

29. Juli

Ein Wrackteil vor der Insel La Réunion löst Spekulationen um mögliche Verbindungen zu Flug MH370 aus.

Die französische Justiz sprach etwas vorsichtiger von einer „sehr starken Vermutung“, die durch die weiteren Untersuchungen bestätigt werden solle. Auch der zuständige australische Minister Warren Truss blieb zurückhaltend: „Das Untersuchungsteam unter französischer Leitung arbeitet weiter an der abschließenden Beurteilung des Teils und wir warten auf weitere Details von dem Team.“ Wann deren Ergebnisse vorliegen, ist offen.

Nach Einschätzung von Forschern könnten beispielsweise die Muscheln auf dem Wrackteil Hinweise darauf geben, in welcher Region das Flugzeug ins Meer stürzte. Zudem könnte die Analyse des Materials Rückschlüsse auf Stärke und Winkel des Aufpralls erlauben, wie der Luftfahrtexperte Xavier Tytelman in einem Gastbeitrag für die französische „Huffington Post“ erläuterte.

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