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12.03.2011

09:20 Uhr

Tsunami-Schäden

USA und Pazifikregion mit Glück im Unglück

Im Gegensatz zur Katastrophenregion in Japan ist die übrige Pazifikregion von der Tsunami-Flutwelle weitgehend verschont worden. In den USA und Südamerika starben zwei Menschen, als sie von der Flut mitgerissen wurden.

Gekenterte Boote im Hafen von Santa Cruz, Kalifornien. Quelle: Reuters

Gekenterte Boote im Hafen von Santa Cruz, Kalifornien.

San Franciso/Santiago de Chile/Quito/LimaDie Tsunami-Wellen nach dem schweren Erdbeben in Japan haben an der kalifornischen Küste Hafenanlagen und Dutzende Boote zerstört. Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown rief in den betroffenen Gebieten den Notstand aus. Ein junger Mann wurde von der Welle mitgerissen und ertrank.

Crescent City im Norden des Westküstenstaates wurde von mehr als zwei Meter hohen Wellen getroffen. „Über 30 Boote im Hafen wurden beschädigt, Anlegestellen sind zu Bruch gegangen“, sagte Joe Young von der örtlichen Katastrophenbehörde der Nachrichtenagentur dpa.

Mehr als 4000 Einwohner waren in der Nacht vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden. Nach einem Beben 1964 waren in Crescent City elf Menschen in einer Flutwelle ums Leben gekommen.

Auch im Hafen von Santa Cruz, südlich von San Francisco, gingen zahlreiche Boote zu Bruch. Die Flutwellen drückten Jachten in die Holzstege, Boote wurden losgerissen und trieben führerlos im Hafenbecken.

Drei junge Männer, die an einem Strand nahe Crescent City Fotos machten, wurden von einer Welle ins Meer gespült. Nur zwei konnten sich an Land retten. Die Suche nach ihrem 25-jährigen Freund wurde nach Stunden aufgegeben, berichtete der „San Francisco Chronicle“.

Für die gesamte Westküste der USA war eine Tsunami-Warnung herausgegeben worden. Einwohner in besonders gefährdeten Küstenabschnitten wurden aufgerufen, in höher gelegenen Regionen Schutz zu suchen. Einige Küstenstraßen, Strände und Häfen wurden vorsichtshalber gesperrt.

Die Westküste Südamerikas ist nach dem schweren Erdbeben in Japan von einem größeren Tsunami verschont geblieben. In Ecuador, wo etwa 260.000 Menschen aus küstennahen Regionen evakuiert worden waren, gab Präsident Rafael Correa am Freitag (Ortszeit) Entwarnung, nachdem die auf der anderen Seite des Pazifik ausgelösten Wellen nur noch bis zwei Meter hoch waren.

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