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20.05.2014

12:23 Uhr

Türkei

Chef des Unglücks-Bergwerks festgenommen

Nach dem tödlichen Grubenunglück in der Türkei sind der Chef und der Geschäftsführer des involvierten Bergbaukonzerns festgenommen worden. Ihnen und weiteren Verhafteten wird der Tod vieler Menschen zur Last gelegt.

Die türkische Polizei hat die Chefs des Bergbaukonzerns in Soma festgenommen. ap

Die türkische Polizei hat die Chefs des Bergbaukonzerns in Soma festgenommen.

SomaDie türkischen Ermittlungsbehörden haben nach dem verheerenden Grubenunglück in Soma den Chef sowie den Geschäftsführer des Bergbaukonzerns Soma Coal Mining Company in Untersuchungshaft genommen. Ihnen sowie sechs weiteren Verhafteten werde zur Last gelegt, für den Tod zahlreicher Menschen verantwortlich zu sein, teilte die Justiz mit. Bei dem schwersten Bergwerksunglück in der Türkei waren in der vergangenen Woche nach einem Brand unter Tage 301 Bergleute ums Leben gekommen.

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Nach dem schwersten Grubenunglück in der Geschichte der Türkei werden Vorwürfe gegen die Regierung laut. Ministerpräsident Erdogan muss sich rechtfertigen. Doch der spielt das Unglück als Arbeitsunfall herunter.

Die Polizei hatte zunächst 26 Verdächtige festgenommen, den Großteil nach Befragungen aber wieder freigelassen. Das Unglück hatte landesweit Proteste ausgelöst, die sich vor allem gegen den Besitzer des Bergwerks sowie Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan richten. Regierung wie auch das Unternehmen haben Vorwürfe zurückgewiesen, die Sicherheitsvorkehrungen in der Kohlezeche seien unzureichend gewesen.

Von

rtr

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