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07.06.2014

11:36 Uhr

Twitter-Testaktion der Berliner Polizei

Wenn die Großstädter beim Polizeieinsatz mitlesen

Die Polizei twittert alle Einsätze einer Nacht und viele Berliner verfolgen das Geschehen über ihre Smartphones. Die Tweets geben nebenbei einen interessanten Einblick in das Großstadtgeschehen.

Interessierte Bürger können ab Freitagabend um 19:00 Uhr die Einsätze der Berliner Polizei 24 Stunden lang direkt verfolgen. Die Polizei sendet von ihrer Zentrale aus zu jedem ihrer Einsätze über den Kurznachrichtenkanal Twitter eine Mitteilung. dpa

Interessierte Bürger können ab Freitagabend um 19:00 Uhr die Einsätze der Berliner Polizei 24 Stunden lang direkt verfolgen. Die Polizei sendet von ihrer Zentrale aus zu jedem ihrer Einsätze über den Kurznachrichtenkanal Twitter eine Mitteilung.

BerlinNach der Hälfte ihrer für 24 Stunden geplanten Twitter-Aktion hat sich die Berliner Polizei sehr zufrieden mit der Resonanz gezeigt. Die Leser hätten die Live-Tweets der Polizei von den Einsätzen „zahlreich kommentiert und ganz überwiegend positiv aufgefasst“, sagte Oliver Klau vom Medienteam der Polizei am Samstagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. Auch die Zahl der Follower habe sich von 7.000 auf mehr 13.000 sehr gut entwickelt.

Noch bis Samstagabend wollte die Berliner Polizei in einer bundesweit einmaligen Aktion alle Einsätze per Kurznachricht veröffentlichen, um einen Einblick in ihre Arbeit zu geben und für sich zu werben.

Vom Beginn am Freitagabend bis Samstagvormittag twitterte die Polizei live unter der Kennung (Hashtag) #24hPolizei von mehr als 500 Einsätzen. Durch die kurzen Nachrichten lässt sich gut die Entwicklung einer sommerlichen Wochenendnacht in der Großstadt Berlin nachvollziehen – aus der Perspektive der Polizei: Die ersten Einsätze galten eher banalen Ursachen wie Streitereien, kleineren Bränden oder Lärmbelästigungen. Am späten Abend und in der Nacht wurden die Menschen aggressiver.

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Immer häufiger wurde die Polizei wegen Gewalttaten gerufen. Auffallend oft griffen Männer ihre Ex-Freundinnen an oder schlugen auf andere Frauen ein. In Kneipen und auf Partys kam es zu Prügeleien zwischen betrunkenen Menschen. Morgens riefen viele bestohlene Menschen die Polizei zu gerade entdeckten Diebstählen. In Parks oder geparkten Autos lagen Schlafende. Immer wieder wurden Vermisste gemeldet. Dann folgten zahlreiche Polizeieinsätze wegen zugeparkter Einfahrten, die das Twitter-Team aber nicht alle einzeln meldete.

Klau sagte über das Twittern seines Teams: „Wir hatten gut zu tun die ganze Nacht und mussten ständig am Ball bleiben.“ Zahlreiche Leser hätten Nachfragen gestellt.

Mit der Aktion warb die Polizei auch um Nachwuchs – durchaus erfolgreich. Viele Interessenten hätten sich telefonisch bei dem angegebenen Service-Telefon gemeldet, berichtete Klau. Die Polizei muss zahlreiche junge Leute ausbilden und einstellen, um ihre Personalstärke zu halten. Unter den vielen Bewerbern sind bisher aber nicht genügend, die alle Anforderungen erfüllen.

Von

dpa

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