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19.06.2013

14:44 Uhr

Überflutete Gleise

Neue Fahrpläne durch Hochwassergebiete

Weil das Hochwasser Gleise überschwemmt sind, wird der Fernverkehr der Deutschen Bahn auch in den kommenden Wochen eingeschränkt. Betroffen sind Verbindungen in ganz Deutschland.

Eine Bahntrasse in Sachsen-Anhalt ist vom Hochwasser der Elbe überflutet. Noch ist nicht klar, wann alle Verbindungen wieder normal befahren werden. dpa

Eine Bahntrasse in Sachsen-Anhalt ist vom Hochwasser der Elbe überflutet. Noch ist nicht klar, wann alle Verbindungen wieder normal befahren werden.

BerlinDas nur langsam abfließende Elbe-Hochwasser zwingt die Deutsche Bahn auch in den nächsten Wochen zu Einschränkungen im Fernverkehr. Nach wie vor ist nicht absehbar, wann die überflutete Hochgeschwindigkeitstrasse Hannover-Berlin bei Stendal wieder befahrbar ist, wie die Bahn am Mittwoch mitteilte.

Da Fernzüge von und nach Berlin deshalb weiterhin umgeleitet werden, hat die Bahn einen neuen Fahrplan aufgestellt, der von diesem Freitag an zunächst bis 19. Juli gilt. Aktuelle Informationen sind unter der kostenlosen Servicenummer 08000 99 66 33 sowie im Internet unter www.bahn.de/aktuell abrufbar.

„Für unsere Kunden, die über die Umleitungsstrecken fahren müssen, machen wir so die verlängerten Fahrzeiten kalkulierbarer“, sagte Fernverkehrschef Berthold Huber in Berlin. „Außerdem verringern wir durch die früheren Abfahrtzeiten in Berlin die Verspätungen im restlichen deutschen Fernverkehrsnetz.“

Aufgrund des Hochwassers sind bei der Deutschen Bahn bisher bundesweit etwa 1000 Zugfahrten komplett und weitere 5000 auf Teilstrecken ausgefallen. Ein Bahnsprecher bestätigte entsprechende Informationen der „Bild“-Zeitung. Die vom Hochwasser verursachten Verspätungen summierten sich mittlerweile auf etwa 250 000 Minuten. Die Hochwasserschäden im Unternehmen hatte Bahnchef Rüdiger Grube kürzlich bei einem Besuch im Bahnwerk Wittenberge an der Elbe auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag beziffert.

Zum geänderten Fahrplan gehört unter anderem, dass der ICE Sprinter Berlin-Frankfurt/Main eine Stunde früher in der Hauptstadt abfährt und ohne Halt über Erfurt umgeleitet wird. Die Fahrzeit verlängert sich damit um eine Stunde.

60 Minuten mehr müssen auch Reisende auf der ICE-Linie 10 (Köln/Düsseldorf-Hannover-Berlin) einkalkulieren, weil die Züge über Braunschweig und Magdeburg fahren und auch dort halten. In Berlin fahren die Züge eine Stunde früher los als im regulären Fahrplan angegeben, Ausnahme ist der jeweils letzte Zug am Tag.

Auf den ICE-Linien 11 (München-Stuttgart-Frankfurt/Main-Berlin) und 12 (Interlaken-Frankfurt/Main-Berlin) werden die Züge nach Angaben der Bahn ab Fulda ohne Halt umgeleitet. Für die Linie 11 bedeutet das eine um 40 Minuten längere Reisezeit, auf der Linie 12 dauert sie 15 Minuten länger. In Berlin werden die Abfahrtzeiten für die Linie 11 um 30 Minuten und für die Linie 12 um 50 Minuten vorverlegt. Einzelne Züge werden gestrichen. Die EC-Linie 99 (Hamburg-Berlin-Wroclaw) verkehrt nur zwischen Polen und Berlin.

Von

dpa

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