Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.06.2016

14:22 Uhr

Überschwemmungen und Waldbrände in den USA

Naturkatastrophen fordern mindestens 25 Todesopfer

Im Osten der Vereinigten Staaten regnet es zu viel, im Westen zu wenig. Überschwemmungen in West Virginia und Waldbrände in Kalifornien sind die Folge. Die Zahl der Todesopfer steigt weiter.

war dieses einst stolze Haus in der Nähe von Lake Isabella in Kalifornien. Innerhalb eines Tages breitete sich am Freitag ein Waldbrand über rund 76  Quadratkilometer aus, 1500 Menschen mussten evakuiert werden. dpa

Nicht mehr zu retten

war dieses einst stolze Haus in der Nähe von Lake Isabella in Kalifornien. Innerhalb eines Tages breitete sich am Freitag ein Waldbrand über rund 76 Quadratkilometer aus, 1500 Menschen mussten evakuiert werden.

Charleston/BakersfieldSchwere Überschwemmungen haben im Osten der USA mindestens 23 Menschen in den Tod gerissen. Das bestätigte ein Sprecher des Katastrophenschutzes im Bundesstaat West Virginia dem Sender CNN. Einige Gebiete des bergigen Staates in den Appalachen waren von der Außenwelt abgeschnitten. Währenddessen wüteten im trockenen Pazifikstaat Kalifornien Waldbrände. Mindestens zwei Menschen kamen dort ums Leben, Hunderte waren auf der Flucht.

West Virginias Gouverneur Earl Ray Tomblin sagte am Freitag, ein verheerendes Tief habe zu Erdrutschen, Überflutungen und Schlammlawinen geführt. Straßen und Gleise seien zerstört worden. Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Fast 500 Menschen saßen seit Donnerstag in einem Einkaufszentrum in Elkview nordöstlich der Hauptstadt Charleston fest, weil Hochwasser eine Zufahrtsbrücke zerstört hatte. Der Katastrophenschutz legte eine provisorische Schotterstraße an, um die Menschen herauszuholen, wie CNN berichtete.

Nach Angaben der Meteorologen war der Pegel des Elkview River zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen um mehr als acht Meter gestiegen und erreichte den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 125 Jahren. Im weiter nördlich gelegenen Ravenswood wurde ein vierjähriger Junge am Donnerstag vor den Augen seines Großvaters von den Fluten mitgerissen, wie die Zeitung „Charleston Gazette-Mail“ berichtete. Rettungskräfte fanden die Leiche des Kindes am Freitag.

Kanada: Tausende kehren nach Waldbränden nach Hause zurück

Kanada

Tausende kehren nach Waldbränden nach Hause zurück

Während sich das gewaltige Feuer wochenlang durch die Wälder Kanadas fraß, mussten Bewohner fürchten, allen Besitz verloren zu haben. Nun kehren die ersten zurück - Normalität wird aber so schnell nicht einkehren.

Derweil waren im kalifornischen Lake Isabella rund 800 Feuerwehrleute im Einsatz, um die sich schon auf gut 12.000 Hektar ausbreitenden Flammen einzudämmen. Mindestens zwei Menschen kamen nach Angaben der Feuerwehr ums Leben. Etwa 100 Gebäude in dem rund 175 Kilometer nördlich von Los Angeles gelegen Brandgebiet wurden zerstört, weitere 1500 waren nach Angaben der Feuerwehr gefährdet. Es ist nicht das einzige Feuer, das derzeit in Kalifornien wütet. Der Bundesstaat wird von Dürren geplagt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×