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17.01.2011

09:37 Uhr

Überschwemmungen

Wertheim wartet schon wieder auf das Wasser

Die Hochwasserlage hat sich nur in einigen Orten Deutschlands in der Nacht zum Montag leicht entspannt. In Koblenz begannen etwa die Aufräumarbeiten. Ganz anders im baden-württembergischen Wertheim: Dort warten die Menschen auf die nächste Welle.

Altstadt unter Waser: Zwei Mitglieder des Technischen Hilfswerks waten durch das überflutete Wertheim. dpa

Altstadt unter Waser: Zwei Mitglieder des Technischen Hilfswerks waten durch das überflutete Wertheim.

HB WERTHEIM/KOBLENZ. Die Einsatzkräfte bereiten sich in Wertheim auf die zweite Hochwasserwelle innerhalb von einer Woche vor. Um 4.00 Uhr habe der Pegelstand bereits bei 5,66 Meter gelegen, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Bis zum Abend solle er sechs Meter erreichen. Zum Vergleich: Der Normalpegel in der Stadt am Zusammenfluss von Main und Tauber beträgt 1,50 Meter. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte das Wasser dort 5,80 Meter hoch gestanden.

In Halle an der Saale entspannte sich die Lage angesichts gleichbleibender Pegelstände etwas. „Es sieht so aus, als könnte der Pegelstand weiter sinken“, sagte eine Sprecherin des Einsatzstabs.

Seit Sonntagabend gegen 19 Uhr sei die Saale nicht über 6,92 Meter gestiegen. Eine vorsorglich gesperrte Straße wurde für den Verkehr wieder freigegeben. Es gelte aber weiterhin die höchste Hochwasseralarmstufe vier.

An einigen Orten am Main gingen die Pegelstände leicht zurück. Im Frankfurter Osthafen stand das Wasser gegen 4.00 Uhr bei 4,57 Metern - am Vorabend waren es noch sieben Zentimeter mehr. „Der Main ist in seinem Bett geblieben“, berichtete ein Polizeisprecher. In Hanau sagte ein Feuerwehrsprecher: „Im Moment sieht es nicht so aus, dass es dramatisch schlimmer wird. Aber wir müssen noch ein paar Tage mit dem Wasser leben.“ Beide Sprecher erwarteten allerdings eine zweite Hochwasserwelle. Unklar sei noch, wie schnell diese Hessen erreicht.

In Koblenz sollte mit dem Reinigen begonnen werden. „Wir haben nur noch fallende Pegelstände“, berichtete ein Sprecher des Amts für Brand- und Katastrophenschutzes der Stadt am Morgen. Es gebe weniger Kontrollen und Einsatzkräfte würden abgezogen. Einige von ihnen helfen beim Reinigen, wie der Sprecher erklärte. „Der Dreck muss nach dem Wasser ja immer schnell weggeräumt werden, sonst sitzt er fest.“

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