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09.10.2014

10:37 Uhr

Umfrage

Ärztliche Versorgung auf dem Land unzureichend

Deutschlands Landbevölkerung ist immer noch unzufrieden mit dem Angebot an Arztpraxen. Besonders schlimm ist es in den neuen Bundesländern. Sollen Ärzte in Zukunft ihre Patienten auch via Videogespräch behandeln?

Nur 40 Prozent der Bewohner kleiner Städte und Dörfer sind mit dem Angebot an Arztpraxen zufrieden. dpa

Nur 40 Prozent der Bewohner kleiner Städte und Dörfer sind mit dem Angebot an Arztpraxen zufrieden.

BerlinDie Landbevölkerung in Deutschland hält die ärztliche Versorgung vielerorts für unzureichend. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

Danach sind in Großstädten 60 Prozent der Patienten mit dem Angebot an Arztpraxen vollkommen oder sehr zufrieden, in Städten mit weniger als 5000 Einwohnern beträgt der Anteil hingegen nur 40 Prozent.

Fachärzte in Deutschland

Innere Medizin

48.090 Ärzte, ein Zuwachs von 2,33 Prozent

Allgemeinmedizin

43.248, Rückgang um 0,13 Prozent

Anästhesiologie

21.478 Ärzte, ein Zuwachs von 3,08 Prozent

Chirurgie

20.214 Ärzte, ein Zuwachs von 0,74 Prozent

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

17.337 Ärzte, Zuwachs von 1,11 Prozent

Kinder- und Jugendmedizin

13.464 Ärzte, Zuwachs von 2,16 Prozent

Orthopädie und Unfallchirurgie

13.407 Ärzte, Zuwachs von 4,42 Prozent

Psychiatrie und Psychotherapie

9.770 Ärzte, Zuwachs von 3,01 Prozent

Radiologie

7.546 Ärzte, Zuwachs von 2,26 Prozent

Augenheilkunde

7.076 Ärzte, Zuwachs von 1,38 Prozent

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

5.952 Ärzte, Zuwachs von 0,51 Prozent

Neurologie

5.727 Ärzte, Zuwachs von 3,77 Prozent

Haut- und Geschlechtskrankheiten

5.584 Ärzte, Zuwachs von 3,64 Prozent

Ohne Zuordnung

106.660 Mediziner wurden ohne Fachgebietsbezeichnung geführt (2012: 102.468).

Auch regional gibt es deutliche Unterschiede: Während in Bayern und Niedersachsen 53 Prozent der Befragten mit der ambulanten Versorgung zufrieden sind, liegt die Quote in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt nur bei 33 Prozent.

Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, sich auf Alternativen zur klassischen Arztpraxis einzulassen. Der Umfrage zufolge unterstützen drei Viertel der Deutschen das Konzept, dass Routineaufgaben anstelle von Landärzten auch von Krankenschwestern und -pflegern wahrgenommen werden. Darüber hinaus könne sich jeder Dritte vorstellen, auch per Videogespräch mit einem Arzt zu kommunizieren.

Von

dpa

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