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02.08.2012

23:47 Uhr

Umstrittener Prozess

Putin fordert Milde für Pussy Riot

Er war das Ziel ihrer musikalischen Kritik, nun hat er sich erstmals zum Fall geäußert: Russlands Präsident Putin hat sich gegen harte Strafen für die Mitglieder der Punkband Pussy Riot angesprochen.

Anklage wegen Punkgebet

Bombendrohung bei „Pussy Riot”-Prozess

Anklage wegen Punkgebet: Bombendrohung bei „Pussy Riot”-Prozess

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MoskauKremlchef Wladimir Putin hat sich nach Protesten gegen den Moskauer Prozess um die Punkband Pussy Riot gegen eine zu harte Strafe für die drei angeklagten Frauen ausgesprochen. „Ich denke nicht, dass sie dafür zu hart verurteilt werden sollten“, sagte Putin am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge am Rande seines Besuches bei den Olympischen Spielen in London. Die Verteidigung sprach in Moskau von einem möglichen „Wendepunkt“ in dem Verfahren wegen Rowdytums.

Maria Aljochina (24), Nadeschda Tolokonnikowa (22) und Jekaterina Samuzewitsch (29) drohen nach einem Punkgebet gegen Putin und Patriarch Kirill in der wichtigsten russisch-orthodoxen Kathedrale sieben Jahre Haft wegen „Hooliganismus aus religiösem Hass“. Seit Tagen fordern Künstler und Politiker international die Freilassung der Musikerinnen.

Wladimir Putin: „Nicht zu hart bestrafen“. AFP

Wladimir Putin: „Nicht zu hart bestrafen“.

Auch vor Putins Besuch in London gab es Proteste gegen den Prozess, den Menschenrechtler als politisch gesteuertes Verfahren kritisieren. Die Vorwürfe gegen die Frauen seien absurd, schrieben Musiker wie Jarvis Cocker, Pete Townshend, Kate Nash und Martha Wainwright in der Zeitung „The Times“. „Eine andere Meinung zu haben, ist in jeder Demokratie ein Grundrecht.“

Überraschend habe sich Putin nun „weicher“ als zuletzt geäußert, sagte der Verteidiger Nikolai Polosow. „Das könnte mit Druck von außen zusammenhängen - oder von innen heraus kommen“, sagte er. Das könne auf einen „Wendepunkt“ hindeuten. Zwar kritisieren Kremlgegner immer wieder die politische Einmischung in laufende Verfahren in Russland. Dies könne aber ein positives Signal sein, sagte Polosow. Die Verteidigung werde am Ende nur einen Freispruch akzeptieren.

Putin verurteilte den Kirchenauftritt der vermummten Musikerinnen zwar erneut, äußerte aber auch die Hoffnung, dass die Angeklagten aus den Folgen ihrer Aktion gelernt hätten. Die Kirche hatte das Gebet für Putins politisches Ende als Gotteslästerung gebrandmarkt. Die Frauen stehen auch wegen Verletzung zu religiöser Gefühle vor Gericht. Putin gab zu bedenken, dass eine vergleichbare Aktion etwa im islamisch geprägten russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus für die Künstlerinnen lebensgefährlich hätte sein können.

Russische Punkband: Pussy-Riot-Prozess im Schnellverfahren

Russische Punkband

Pussy-Riot-Prozess im Schnellverfahren

Tag vier im Gerichtsverfahren gegen die russische Band Pussy Riot: Die drei angeklagten Kremlgegnerinnen erneuern ihre Kritik an der Justiz. Und die Verteidigung will den Prozess möglichst schnell durchpeitschen.

Die jungen Frauen, die im Gericht in einem Kasten aus Plexiglas ausharren müssen, beschweren sich seit dem Prozessbeginn am Montag über zu wenig Schlaf und Essen sowie fehlende Pausen. Russische Anwälte veröffentlichten eine Resolution, in der sie den Prozess als Justizskandal bezeichneten, der die Rechtsgrundlagen des Staates zerstören könne.

Von

afp

Kommentare (4)

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Oelblase

02.08.2012, 22:37 Uhr


+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

Bitte bleiben Sie sachlich

bjarki

02.08.2012, 23:29 Uhr

Für Ihren bezahlten stalinistischen Kommentar, gehören Sie mit der Höchstrafe belegt. Leben in Moskau mit Ausreiseverbot. ( Vermutlich leben Sie ja da und verdienen Ihr Geld mit Schmierereien wie diesen)
Liebes HB, lassen Sie den Kommentar stehen, so sieht das moderne Russland aus.

Oelblase

03.08.2012, 07:34 Uhr

@ bjarki

Wenn Sie in Deutschland den Holocaust leugnen und dazu auch noch stehen, dann wandern Sie definitiv in den Knast - (...)

Und das ist auch gut so.

Sehen Sie wie das moderne Deutschland aus ?! (...)
+++ Beitrag von der Redaktion editiet+++

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