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12.02.2015

13:30 Uhr

Umweltbundesamt

Trinkwasser bekommt Bestnoten

Wasser aus dem Hahn bekommt die Note Eins, schreibt das Umweltbundesamt in seinem Bericht zur Trinkwasserqualität. Wenn überhaupt unerwünschte Stoffe die Reinheit mindern, kann das auch am Verbraucher selbst liegen.

Trinkwasser in Deutschland kann ohne Bedenken getrunken werden, so das Umweltbundesamt. dpa

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Trinkwasser in Deutschland kann ohne Bedenken getrunken werden, so das Umweltbundesamt.

Dessau-RoßlauDeutsches Trinkwasser kann laut Umweltbundesamt (UBA) ohne Bedenken getrunken werden. Erneut hat das Amt dem Wasser die Note „sehr gut“ gegeben. Das geht aus dem Bericht zur Trinkwasserqualität hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Von 2011 bis 2013 seien nur in Einzelfällen Grenzwerte überschritten worden. Der Bericht basiert auf Meldungen der Bundesländer an das UBA und das Bundesgesundheitsministerium.

In weniger als 0,1 Prozent der Trinkwasser-Proben sei mehr giftiges Blei gefunden worden als erlaubt. Das UBA führt das auf bleihaltige Leitungen oder Armaturen in Häusern und Wohnungen zurück, nicht aber auf die Natur oder die Wasserwerke.

Über Kunstdünger und Gülle gelangt Nitrat ins Grundwasser, teilweise steige die Konzentration sogar an. Das Trinkwasser sei dennoch fast überall unbelastet, weil die Wasserversorger stark nitrathaltiges Grundwasser zum Beispiel mit unbelastetem Wasser verdünnen.

Das Amt mahnte, das Grundwasser besser zu schützen und nahm die Landwirtschaft in die Pflicht. Steige der Nitratgehalt weiter, könnte das aufgrund des technisch höheren Aufwands bei der Wasseraufbereitung auch teurer für die Verbraucher werden.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unterstützte die Forderung der UBA. Er wies zugleich auf das Problem von Arzneimittelspuren im Wasser hin. Solche Rückstände belasten Gewässer und Böden und werden laut UBA nicht nur im Grundwasser, sondern auch manchmal im Trinkwasser nachgewiesen. Eine konkrete Gesundheitsgefahr bestehe für den Menschen dadurch nach heutigem Stand der Wissenschaft nicht.

Erst am Dienstag hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mitgeteilt, dass knapp die Hälfte der Menschen in Deutschland alte Medikamente über das Waschbecken oder die Toilette entsorgen. Dieser Entsorgungsweg gilt als eine der Ursachen dafür, dass im Abwasser Spuren von Arzneien und anderen Wirkstoffen gefunden werden. Für die Stoffe, die seit einigen Jahren dank besserer Analysemethoden nachgewiesen werden können, sind heutige Kläranlagen nicht ausgerichtet. Verbindliche Grenzwerte für Arzneimittelwirkstoffe im Oberflächen- und Grundwasser gibt es nicht.

Von

dpa

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