Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.11.2013

11:38 Uhr

UN-Bericht

Festnahmen wegen Designerdrogen in Asien

In Südostasien und Ostasien ist der Drogenhandel ein Milliardengeschäft. Doch die Behörden greifen härter durch. Insgesamt wurden in der Region fast 400.000 Menschen im Zusammenhang mit Methamphetaminen festgenommen.

Konfisziertes chinesisches Methamphetamin. Der Handel mit Methamphetaminen ist ein Milliardengeschäft in Asien. Reuters

Konfisziertes chinesisches Methamphetamin. Der Handel mit Methamphetaminen ist ein Milliardengeschäft in Asien.

BangkokIn Asien sind Designerdrogen weiter auf dem Vormarsch. Im Jahr 2012 beschlagnahmten die Behörden in den Regionen Südostasien und Ostasien insgesamt 226 Millionen Pillen der synthetischen Droge Methamphetamin, knapp 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dies geht aus einem am Freitag in Bangkok veröffentlichten Bericht der UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hervor.

Auch die Zahl der Festnahmen stieg auf einen neuen Höchststand. Insgesamt wurden in der Region im Zusammenhang mit Methamphetaminen mehr als 387.000 Menschen festgenommen, berichtete die UNODC. Spitzenreiter war Thailand mit knapp 196.000 Festnahmen, gefolgt von China und Malaysia.

Getarnt als Badesalz: 28 Substanzen für Designerdrogen verboten

Getarnt als Badesalz

28 Substanzen für Designerdrogen verboten

Sie verstecken sich hinter Namen wie Badesalz oder Kräutermischung, sind aber in Wirklichkeit nichts anderes als synthetische Drogen. Seit heute sind 28 der als „Legal Highs" bekannten psychoaktiven Substanzen verboten.

Der dramatische Anstieg bei Festnahmen und Beschlagnahmungen könnte sowohl auf höhere Produktion als auch auf bessere Strafverfolgung zurückgeführt werden, sagte UNODC-Programmdirektor Tun Nay Soe. „China und Thailand haben ihre Bekämpfungsmaßnahmen wirklich verstärkt.“

Als einer der größten Hersteller in Asien gilt Myanmar. Von dort wurde dem Bericht zufolge ein Anstieg der Produktion gemeldet. Vor allem Aufständische im Shan-Staat im Westen des Landes sind in der Drogenproduktion aktiv. Schätzungen der UNODC zufolge handeln Drogenbarone der Region mit Methamphetaminen und Heroin im Umfang von umgerechnet 23 Milliarden Euro im Jahr.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

pendler

08.11.2013, 11:54 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

pendler

08.11.2013, 13:50 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×