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31.07.2016

17:58 Uhr

Ungenaue GPS-Daten

Australien verrutscht auf der Weltkarte

Jedes Jahr verschiebt sich der australische Kontinent rund sieben Zentimeter nach Norden. Das hat Auswirkungen auf globale Navigationssysteme: Derzeit sind die Angaben um mehr als einen Meter unpräzise.

Bis zum Jahr 2020 wären die Angaben von GPS-Systemen in Australien bis zu 1,80 Meter ungenau – die Behörde für Geowissenschaften will deshalb nachsteuern. AFP; Files; Francois Guillot

Oper in Sydney

Bis zum Jahr 2020 wären die Angaben von GPS-Systemen in Australien bis zu 1,80 Meter ungenau – die Behörde für Geowissenschaften will deshalb nachsteuern.

SydneyUm wieder in Einklang mit den globalen Navigationssystemen zu sein, wird Australien seine Längen- und Breitengrade überarbeiten. Derzeit sind die Angaben um mehr als einen Meter unpräzise, wie die Behörde für Geowissenschaften erklärte. Jedes Jahr bewegt sich der Kontinent aufgrund normaler tektonischer Bewegungen rund sieben Zentimeter in Richtung Norden – das soll nun endlich bei den geographischen Koordinaten eingerechnet werden.

Derzeit seien Smartphones bis zu einer Abweichung von fünf bis zehn Metern ungenau, sagte Dan Jaksa von der Geowissenschaftlichen Behörde dem Rundfunksender ABC. Diese Marge solle verringert werden, was für neue Technologien wie fahrerlose Autos, aber auch ferngesteuerte Fahrzeuge in der Landwirtschaft und im Bergbau extrem wichtig sei.

Zuletzt wurde das australische Koordinatensystem, das Geocentric Datum of Australia, 1994 aktualisiert. Ohne Korrekturen würde es Experten zufolge bis zum Jahr 2020 um durchschnittlich 1,80 Meter von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Die neuen Daten sollen ab dem 1. Januar 2017 verfügbar sein.

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afp

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