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25.01.2010

07:24 Uhr

Unglück am Mittelmeer

Flugzeug-Absturz reißt 90 Menschen in den Tod

Vor der libanesischen Küste ist am frühen Montagmorgen ein Flugzeug mit 90 Menschen an Bord abgestürzt. Offizielle Stellen dementierten am Vormittag örtliche Medienberichte, nach denen sieben Überlebende geborgen worden sein sollten.

HB BEIRUT. Vor der libanesischen Küste ist am frühen Montagmorgen ein Flugzeug mit 90 Menschen an Bord abgestürzt. Die Boeing 737-800 der Ethiopian Airlines war auf dem Weg von Beirut nach Addis Abeba. Offizielle Stellen dementierten am Vormittag örtliche Medienberichte, nach denen sieben Überlebende geborgen worden sein sollten. Die Aussicht, auch noch später jemanden lebend retten zu können, wurde von den Behörden in Beirut als gering eingeschätzt.

Ein Vertreter der Ethiopian Airlines sagte am Flughafen von Beirut: „Uns liegen derzeit noch keine Berichte von Überlebenden vor.“ Eine Quelle im libanesischen Sicherheitsapparat bestritt, dass die libanesische Armee - wie ursprünglich von örtlichen Medien berichtet - Überlebende gefunden habe. Die Armee habe bislang lediglich vier Leichen bergen können, hieß es bereits in den Morgenstunden.

Flug ET-409 war um 2.35 Uhr Ortszeit vom internationalen Flughafen Beirut bei schlechtem Wetter gestartet, 25 Minuten später als planmäßig. Schon kurz danach, so teilte Ethiopian Airlines mit, ging der Funkkontakt mit der Maschine verloren. Augenzeugen schilderten, dass sie ein lautes Geräusch gehört hätten, danach sei ein Flugzeug brennend ins Wasser gestürzt. Ein Flughafensprecher berichtete von einem Blitz, der ins Flugzeug eingeschlagen sein könnte. Am Rafik Hariri International Airport versammelten sich besorgte Angehörige.

Bei den Fluggästen handelte es sich überwiegend um Libanesen und Äthiopier. Deutsche waren nach Angaben der Fluggesellschaft nicht an Bord. In der Maschine saß auch die Frau des französischen Botschafters im Libanon, Marla Sanchez Pietton, wie aus der Botschaft in Beirut und von libanesischen Sicherheitskräften bestätigt wurde.

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