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13.01.2011

12:40 Uhr

Unglück auf dem Rhein

Schiff voll Schwefelsäure bei Loreley gekentert

Ein mit Schwefelsäure beladenes Tankschiff ist am Donnerstag auf dem Rhein gekentert. Zwei Besatzungsmitglieder werden immer noch vermisst. Die Hoffnung auf eine Rettung schwinden jedoch stündlich. Offenbar ist eine kleine Menge Schwefelsäure ausgelaufen. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde am Morgen gesperrt.

Gekenterter Frachter: Das mit Schwefelsäure beladene Schiff liegt nahe dem Loreleyfelsen im Rhein auf der Seite. dpa

Gekenterter Frachter: Das mit Schwefelsäure beladene Schiff liegt nahe dem Loreleyfelsen im Rhein auf der Seite.

HB BINGEN. Aus ungeklärter Ursache ist am frühen Donnerstagmorgen ein mit 2 400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Tankschiff auf dem Rhein gekentert. Die Havarie ereignete in der Nähe von St. Goarshausen in Rheinland-Pfalz. Von den vier Besatzungsmitgliedern an Bord konnten zunächst nur zwei gerettet werden, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen mitteilte. Die beiden anderen würden noch vermisst. Der Rhein wurde nach Angaben des Wasserschutzpolizeiamt in Mainz zwischen Bingen und Bad Salzig für den Schiffsverkehr gesperrt.

Nach der Havarie ist vermutlich eine kleine Menge Schwefelsäure ausgelaufen. In der Nähe des Schiffes sei im Wasser eine leichte Absenkung des ph-Wertes gemessen worden, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums in Mainz am Donnerstag. Die Umwelt sei jedoch nicht gefährdet.

Den Informationen zufolge war der 110 Meter lange Tanker gegen 5.00 Uhr am Morgen gekentert. Am späteren Vormittag konnte das nahe des Loreleyfelsens auf der Seite liegende Schiff von den Rettungskräften befestigt werden. Die Feuerwehr hat laut Behörden erste Messungen im Rhein vorgenommen. „Da gibt es keine auffälligen Werte“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Säure sei nicht ausgetreten. Es handele sich um ein „sehr gutes Zwei-Hüllen-Schiff“, ergänzte ein Polizeisprecher.

Die Suche nach den beiden vermissten Besatzungsmitgliedern gestaltet sich schwierig: Die Feuerwehr rücke mit schwerem Gerät in den Wohnbereich des Schiffes vor. Dort wird eine Person vermutet. Nach den Aussagen der beiden geretteten Männer befand sich ein Crewmitglied während des Unglücks am Steuerstand. Dieser wurde laut Schifffahrtsamt jedoch komplett abgerissen. Es gebe daher keine konkreten Hinweise auf den Aufenthaltsort des einen Vermissten.

Kommentare (1)

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Mariana Mayer

13.01.2011, 14:31 Uhr

Die Loreley ist wieder aktiv und kämmt ihr goldenes Haar.

Sie versenkt ein Schiff mit Schwefelsäure.

Hoher Wasserstand.

Neue Quellen.

Alte Geister.

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