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08.01.2007

10:27 Uhr

Unglück in Südfrankreich

Menschen durch Hubschrauber-Rotoren geköpft

Tragisches Unglück in Frankreich: Beim Absturz eines Hubschraubers in Südfrankreich sind am Sonntag drei Menschen getötet worden. Zwei wurden von den Rotorblättern enthauptet.

HB ARLES. Ein weiterer Mensch starb, und eine Frau wurde so schwer verletzt, dass ihr vermutlich ein Bein amputiert werden muss. Sie schwebt noch in Lebensgefahr.

„Mein Papa hat keinen Kopf mehr“, schrie ein fünfjähriges Mädchen Augenzeugen zufolge. Auch seine Mutter kam ums Leben. Der Schock unter den Zuschauern sei gewaltig, hieß es.

Der leichte Hubschrauber des Typs Alouette 2 war kurz nach dem Start vor dem etwas abseits stehenden Restaurant „Chez Bob“ in der Camargue auf einen Parkplatz gestürzt. Alle Opfer waren Gäste, die den Start mit ansehen wollten. Die vier Insassen des Hubschraubers, zwei Ehepaare, blieben unverletzt.

Die Präfektur von Arles machte Leichtsinn für das Unglück mitverantwortlich. Es sei dumm und verantwortungslos, Hubschrauber so nahe an Menschen starten und landen zu lassen, sagte der Unterpräfekt Jacques Simonnet. „Solche Todesfälle darf man nicht einfach hinnehmen.“

Das Restaurant nahe am Vaccarès-See hat häufiger Gäste, die sich per Helikopter einfliegen lassen. Die Maschine war bei schönem Wetter 20 bis 30 Meter vom Parkplatz entfernt gestartet. Weil der Rotor nach dem Absturz weiterlief und Explosionsgefahr bestand, brachte der Wirt die anderen Gäste in Sicherheit.

Die Unfallursache wird nun untersucht. Der Pilot machte einen technischen Defekt verantwortlich. Alkohol sei nicht im Spiel gewesen, sagte Simonnet.

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