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03.01.2015

15:18 Uhr

Unglücksflug QZ8501

Weitere Wrackteile der Air-Asia-Maschine entdeckt

Wird das Rätsel um den Absturz der Air-Asia-Maschine bald gelöst? Die indonesischen Behörden vermelden Erfolge bei der Suche nach dem Wrack. Zudem wurde bekannt, dass die Airline die Route überhaupt nicht fliegen durfte.

Unglücksflug QZ8501

Tauchteams bergen große Trümmer der Air-Asia-Maschine

Unglücksflug QZ8501: Tauchteams bergen große Trümmer der Air-Asia-Maschine

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JakartaKnapp eine Woche nach dem Absturz der Air-Asia-Passagiermaschine vor Borneo haben Suchmannschaften mehrere große Wrackteile des Airbus A320 entdeckt. Die jeweils mehrere Meter großen Flugzeug-Trümmer seien in einer Meerestiefe von 30 Metern geortet worden, sagte der Leiter der indonesischen Rettungskräfte, Bambang Sulistyo, am Samstag. Am Samstagabend sollten Taucher die Wrackteile untersuchen. „Unsere wichtigste Aufgabe ist, unsere Brüder und Schwestern zu finden, die in diesen Teilen sein könnten“, sagte Einsatzleiter Sulistyo.

Bei der Suche nach den Opfern läuft den Bergungsmannschaftendie jedoch die Zeit davon. In den warmen Gewässern um die Absturzstelle vor Borneo würden die Leichen sehr schnell verwesen, sagte Suyadi Supriyadi vom Rettungsteam der indonesischen Streitkräfte. „Sobald die Leichen verwest sind, wird es sehr schwierig, sie zu identifizieren.“

Die Rettungskräfte konnten offiziellen Angaben zufolge bislang 30 Leichen aus dem Meer bergen. Mindestens fünf der Toten seien noch in ihren Sitzen festgeschnallt gewesen, sagte ein Helfer. Starker Seegang verhinderte in den vergangenen Tagen den Einsatz von Tauchern bei der Suche. Der Passagierjet war am Sonntag aus ungeklärter Ursache mit 162 Menschen an Bord ins Meer gestürzt.

Der Flugschreiber, der Aufschluss über die Absturzursache geben könnte, wurde bislang nicht gefunden. Die Gründe sind noch immer unklar. Der Kapitän der Maschine hatte im letzten Funkspruch um eine Kursänderung gebeten, weil er einen Sturm umfliegen wollte.

Schwarzes Jahr für die zivile Luftfahrt

Schwarzes Jahr

Bei Luftfahrtkatastrophen waren in diesem Jahr zuvor bereits mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen. Damit starben allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mehr als drei Mal so viele Menschen bei Flugzeugunglücken wie im gesamten Jahr 2013. Laut der Europäischen Agentur für Flugsicherheit in Köln war 2013 aber auch ein besonders sicheres Jahr: Bei 17 Unfällen starben insgesamt 224 Menschen. Zwischen 2003 und 2012 starben bei Flugzeugunglücken demnach im Schnitt jährlich 703.

Quelle: AFP

8. März

Die schwarze Serie beginnt am 8. März: Eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines verschwindet 50 Minuten nach dem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking von den Radarschirmen. An Bord von Flug MH370 sind 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Trotz einer gigantischen Suchaktion fehlt bis heute jede Spur von der Maschine. Vermutet wird, dass sie in den Indischen Ozean stürzte.

17. Juli

Rund vier Monate später trifft es erneut Malaysia Airlines: Am 17. Juli stürzt über der umkämpften Ostukraine eine Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord ab. Die Maschine war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Vermutet wird, dass das Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde. Die ukrainische Regierung und die prorussischen Rebellen in der Ostukraine machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

23. Juli

Sechs Tage nach dem Crash der Malaysia-Airlines-Boeing kommen in Taiwan 48 Menschen ums Leben, als ein Passagierflugzeug der TransAsia Airways bei stürmischem Wetter nach einem missglückten Landemanöver abstürzt. Zehn der 58 Insassen überleben das Unglück.

24. Juli

Nur einen Tag später verschwindet eine Maschine der algerischen Fluggesellschaft Air Algérie auf dem Weg von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou nach Algier. Das Wrack der McDonnell Douglas 83 wird in Mali entdeckt. Von 118 Menschen an Bord überlebt keiner das Unglück. Paris vermutet schlechtes Wetter als Unglücksursache.

28. Dezember

Acht Monate nach dem Verschwinden von Flug MH370 bricht erneut jeder Kontakt zu einem malaysischen Passagierflugzeug ab. Ein Flugzeug der Air Asia mit 162 Menschen an Bord verschwand auf dem Weg von der indonesischen Insel Java nach Singapur von den Radarschirmen. Zuvor hatte der Pilot des Airbus A320-200 die indonesische Luftverkehrskontrolle wegen schlechten Wetters um eine Änderung der Flugroute gebeten. Wenige Tage später werden Leichen und Trümmerteile entdeckt.

Die Billigfluglinie Air-Asia darf nach dem Absturz ihres Airbuses A320 nicht mehr die Unglücksroute vom indonesischen Surabaya nach Singapur bedienen. Das teilte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Jakarta mit. Grund sei ein Verstoß gegen geltende Flugplan-Regelungen. Air-Asia habe mit dem Unglücksflug QZ8501 gegen die Abmachung verstoßen, wonach die Route nur an den Tagen Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag geflogen werden dürfe, aber nicht am Sonntag, hieß es zur Begründung.

Alle Flugpläne der Airline würden überprüft, kündigte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Jakarta am Samstag an. „Es ist möglich, dass Air-Asia die Lizenz in Indonesien entzogen wird“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Die Ermittler untersuchen auch, wer die Starterlaubnis gab und warum. Zudem werde überprüft, ob sich der Pilot vor dem Start über die Wetteraussichten informiert hatte.

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