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09.05.2011

15:09 Uhr

Unicef

Kinder leiden besonders unter Kilmakatastrophe

Naturkatastrophen treffen Kinder am härtesten - das allein ist keine Neuheit. Die Unicef führt die Extreme immer öfter auf den Klimawandel zurück und mahnt umfassende Schutzmaßnahmen an, um gerade den Jüngsten zu helfen.

Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen im Vorfeld der Pressekonferenz. Quelle: dpa

Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen im Vorfeld der Pressekonferenz.

Naturkatastrophen infolge des Klimawandels nehmen drastisch zu - und treffen jedes Jahr allein rund 100 Millionen Kinder weltweit unmittelbar und schwer. Unter den 200 Millionen Opfern von Überschwemmungen, Dürre oder Erdbeben vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens sind mindestens die Hälfte Kinder und Jugendliche. Die Jungen und Mädchen werden mit doppelter Wucht getroffen, weil sie durch Mangelernährung und Krankheiten oft schon vorher geschwächt sind. 296.800 Menschen starben im vergangenen Jahr bei Naturkatastrophen. Auch hier waren es etwa zur Hälfte Kinder. Das geht aus dem am Montag in Berlin vorgestellten Unicef-Bericht „Zur Lage der Kinder in Krisengebieten 2011“ hervor.

Schon 70 Prozent aller Katastrophen sind klimabedingt, schätzt das UN-Kinderhilfswerk. Vor zehn Jahren seien es noch 50 Prozent gewesen. Bereits erzielte Fortschritte - etwa beim Kampf gegen die Kindersterblichkeit, bei Gesundheitsschutz und Schulbesuch - würden teilweise wieder zunichtegemacht. Eine internationale Konferenz mit über 2000 Experten will ab diesem Dienstag (10.5.) in Genf über Schutzmaßnahmen beraten. Als Antwort auf den Klimawandel müsse rechtzeitig in den Katastrophenschutz investiert werden, forderte Unicef. „Kinder in den Entwicklungsländern leiden am häufigsten und am härtesten unter den Folgen klimabedingter Katastrophen“, betonte der Vorsitzende Jürgen Heraeus.

Für seinen Bericht hatte Unicef die Lebenssituation von Kindern in 32 Krisenländern und -regionen mit Schwerpunkt Afrika untersucht - und kommt zu dem dramatischen Ergebnis: „Am Horn von Afrika, in den Staaten der Sahelzone, aber auch in Ländern wie Pakistan, Afghanistan oder Haiti wachsen ganze Generationen von Kindern in einem permanenten Ausnahmezustand auf.“ Die Organisation rief dazu auf, die Gemeinden in der bedrohten Regionen strategisch besser auf Notfälle vorzubereiten.

Die Gefahr wächst dem Bericht zufolge weiter. In den kommenden Jahren rechnet Unicef schon mit jährlich 175 Millionen Jungen und Mädchen, die von den Folgen extremer Wetterauswüchse betroffen sein werden. In den vergangenen Jahren hatte die Zahl der Naturkatastrophen bereits deutlich zugenommen: Pro Jahr waren es in den 1990er Jahren durchschnittlich 250 Fälle. Zwischen 2000 und 2008 wurden im Schnitt 392 solcher Krisen gezählt. Die 373 Naturkatastrophen im vergangenen Jahr bildeten mit ihren 296.800 Todesopfern einen traurigen 20-Jahres-Rekord. Besonders drastisch waren dabei Anfang 2010 das Erdbeben in Haiti mit 230.000 Toten sowie die Überschwemmung in Pakistan im Sommer 2010 mit allein acht Millionen betroffenen Kindern.

Kommentare (1)

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09.05.2011, 19:29 Uhr

Als Bürger dieses Landes und Zeitungsleser habe ich es satt, ständig belogen zu werden. Dazu gehört die Lüge von der "Klimakatastrophe". Es ist korrekt, daß die UNO-Organisationen als Instrument ihrer Mitgliedsländer über eine solche dauernd schwadronieren. Aber muß das Handelblatt die Behauptungen unbedingt als Tatsachen präsentieren?
Fakt ist, daß es Naturkatastrophen gibt. Die schlimmsten davon sind in der Regel die tektonisch bedingten, nicht die meteorologischen. Was hatten wir zuletzt? Tornados in den USA mit 300 Toten, Seebeben mit Tsunami in Japan mit fast 30.000. Das zeigt die Relationen.
Die Naturkatastrophen sollen nun durch den "Klimawandel" ansteigen, sagt die UNICEF, und bezieht sich wohl auf die Schwesterorganisation IPCC. Über das IPCC hat das amerikanische Repräsentantenhaus gerade verfügt, daß es sich um eine Organisation handelt, die "belastet ist mit Betrug und involviert in falsche Wissenschaft". Das ist Teil eines Parlamentsbeschlusses, in dem das "House" dem US-Präsidenten untersagt, das IPCC weiterhin mit amerikanischen Steuergeldern zu finanzieren. Wir selbst haben schon 2009 mit Unterstützung einer ganzen Reihe von Fachwissenschaftlern eine Studie herausgebracht, in der wir zeigen konnten, daß die behauptete CO2-Klimaerwärmung aus physikalischen Gründen gar nicht zustande kommen kann. www.ke-research.de/downloads/klimaretter-1-3.pdf



Klaus Ermecke


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