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25.02.2011

11:30 Uhr

Unicef warnt

Millionen Jugendliche leben desolat und perspektivlos

Jugendliche sind das Potenzial unserer Zukunft, trotzdem leben weltweit viele ein desolates Leben. In ihrem Jahresbericht warnt Unicef davor, dass Armut und Perspektivlosigkeit in die nächste Generation vererbt werden.

Viele Jugendliche kommen nicht in den Genuss von Schulbildung wie diese Kinder im ruandischen Dorf Umubano. Für 71 Millionen Mädchen und Jungen weltweit ist bereits nach der Grundschule Schluss. Quelle: dpa

Viele Jugendliche kommen nicht in den Genuss von Schulbildung wie diese Kinder im ruandischen Dorf Umubano. Für 71 Millionen Mädchen und Jungen weltweit ist bereits nach der Grundschule Schluss.

Köln, New York

Kriege, Wirtschaftskrise, Klimawandel und Armut treffen Jugendliche weltweit besonders hart. Darauf weist Unicef in seinem Jahresbericht "Zur Situation der Kinder in der Welt 2011" hin. Ein Großteil der 1,2 Milliarden Jugendlichen - nach Uno-Definition zehn bis 19 Jahre alt - kämpfen mit Problemen wie schlechter Bildung oder Arbeitslosigkeit und haben keine Hoffnung oder Perspektiven. Mehr als eine Million Minderjährige sitzen in Gefängnissen. In Entwicklungsländern heiratet jedes dritte Mädchen vor dem 18. Geburtstag, viele werden als Jugendliche Mutter.

Die Jugend sei bisher nicht genug beachtet worden, obwohl ohne sie kein Wandel und kein Ausbruch aus Armut und Ungleichheit möglich sei, kritisierte Unicef. Neun von zehn Jugendlichen leben in Entwicklungsländern, zum großen Teil perspektivlos. Die Unzufriedenheit der Jugend, die sich aktuell etwa in Tunesien oder Ägypten zeige, müsse von Regierungen und Entwicklungsprogrammen ernst genommen werden, forderte die Uno-Organisation.

Während es in vielen Teilen der Erde Fortschritte für jüngere Kinder gibt, ist die Lage der Jugend desolat - und wird sich in diesem Jahr laut Unicef noch verschärfen. 81 Millionen Jugendliche sind arbeitslos, vor allem auch in Nordafrika, wo viele Heranwachsende eine vergleichsweise gute Ausbildung haben. Für 71 Millionen Mädchen und Jungen weltweit ist schon nach der Grundschule Schluss mit Bildung.

Mädchen sind stärker benachteiligt, zudem oft schlechter ernährt und müssen häufig bereits vor ihrer Volljährigkeit heiraten. In Entwicklungsländern - ohne China - sind das ein Drittel der weiblichen Teenager. In Afrika hat unter den heute 20- bis 24-Jährigen jede vierte Frau ihr erstes Kind schon vor ihrem 18. Geburtstag bekommen. Millionen von Mädchen sind noch immer von grausamer Genitalverstümmelung bedroht.

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