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18.03.2012

18:01 Uhr

Unter Auflagen

Bistum Trier lässt pädophile Pfarrer weiterarbeiten

Stephan Ackermann steht in der Kritik: Als Missbrauchsbeauftragter der Bischöfe soll er Vergehen seiner Untergebenen verfolgen. Doch in seinem Bistum arbeiten allein sieben Pfarrer mit einer pädophilen Neigung.

Stephan Ackermann steht in der Kritik: In seinem Bistum sollen insgesamt sieben Pfarrer mit pädophilen Neigungen arbeiten. dapd

Stephan Ackermann steht in der Kritik: In seinem Bistum sollen insgesamt sieben Pfarrer mit pädophilen Neigungen arbeiten.

TrierDer Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und Trierer Bischof Stephan Ackermann soll nach Informationen des „Spiegel“ pädophile Männer als Pfarrer beschäftigen. Mindestens sieben von ihnen seien im Bistum Trier im Einsatz, berichtete das Nachrichtenmagazin am Sonntag. Unter ihnen seien zwei wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilte Priester und ein Geistlicher, der als Lehrer in einem Internat sexuelle Beziehungen zu einem Schüler gehabt haben soll.

Die Bischöfliche Pressestelle Trier bestätigte indirekt die Weiterbeschäftigung von Priestern oder kirchlichen Mitarbeitern, die sich des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger schuldig gemacht haben. „Es gibt tatsächlich Priester, die Täter sind, und dennoch weiter priesterlich arbeiten, aber eben unter Auflagen“, heißt es in einer Mitteilung. Für genauere Angaben war der Bistumssprecher am Sonntag nicht zu erreichen.

Gleichzeitig betonte die Pressestelle, das Handeln von Bischof Ackermann stehe ganz in Übereinstimmung mit den Leitlinien der DBK, nach denen Täter nicht mehr mit Kindern und Jugendlichen arbeiten dürfen.

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Von

dpa

Kommentare (2)

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suerkruut

18.03.2012, 18:52 Uhr

....wie bitte, ist dies wirkich wahr,?
Empfehle dringend Eugen Drewermann: Die Kleriker,
hier werden aus psychologischer Sicht gerade die Ursächlichkeiten Priesterlicher Pädophilie erschütternd
klar aufgedeckt.
..Die sofortige Abberufung der mutmaßlichen Täter ist wohl selbstverständlich

Klartext

18.03.2012, 18:59 Uhr

Wann wird es die Kath. Kirche schaffen, sich nicht länger als Täterschutzorganisation zu präsentieren?

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