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19.08.2013

14:23 Uhr

Unwetter auch in China und Russland

Schwerer Monsun richtet Chaos auf Philippinen an

Auf den Philippinen sind bei Monsunregen mindestens drei Menschen getötet worden. Tausende mussten aus ihren Häusern fliehen. Auch in Nordostchina und Russland richten Überschwemmungen schwere Schäden an.

In Manila, der philippinischen Hauptstadt, müssen sich Tausende vor den Fluten retten. AFP

In Manila, der philippinischen Hauptstadt, müssen sich Tausende vor den Fluten retten.

Manila/Moskau/PekingBei schweren Monsunregen sind auf den Philippinen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Vier Menschen wurden zunächst noch vermisst, wie die Behörde für Katastrophenschutz berichtete. Die bis zu 1,20 Meter hohen Fluten erreichten auch Gebiete hunderte Kilometer nördlich von Manila, wie der Katastrophenschutz mitteilte. In mehreren Regionen gingen Erdrutsche nieder. Die Hauptstadt Manila stand teils unter Wasser. Mehr als 94 000 Menschen seien von den Überschwemmungen betroffen, 12 000 mussten aus ihren Häusern fliehen, ein Drittel davon in Manila.

Im Süden der Millionenmetropole in Las Piñas reichte das Wasser in einigen Straßen bis Brusthöhe. Die Einwohner brachten Kinder und Alte auf selbst gemachten schwimmenden Plattformen in Sicherheit. In der Innenstadt blieben Büros, Botschaften, Schulen, Gerichte und die Börse geschlossen. Südlich und östlich der Hauptstadt flüchteten Menschen auf ihre Dächer und warteten auf Rettung.

Ein fünfjähriger Junge wurde in Rizal, östlich von Manila, von einer Mauer erschlagen, die durch den Wasserdruck einstürzte. In Cavite weiter südlich ertrank ein Mann, der nach einem Dammbruch mitgerissen wurde. Ein weiterer Mann starb bei einem Autounfall in starkem Regen im Norden des Landes.

Am Nachmittag ließ der starke Regen nach und die Hochwasserwarnung wurde gelockert. Die Situation sei nicht so gravierend wie bei früheren Katastrophen, sagte Paquito Ochoa, ein hochrangiger Mitarbeiter von Staatschef Benigno Aquino, in einer Fernsehansprache: „Ich hoffe, die Sache wird bis morgen erledigt sein.“

Der zu dieser Jahreszeit übliche Monsun wurde seit Sonntag vom Tropensturm „Trami“ verschärft. Das Tiefdruckgebiet hing nach Angaben des Wetterdienstes fast sechs Stunden bewegungslos über der Nordostküste und brachte heftigen Regen. „Trami“ bewegte sich am Montag Richtung Taiwan weiter. Die Philippinen werden jedes Jahr von zahlreichen Unwettern und Wirbelstürmen heimgesucht, die häufig viele Menschenleben kosten. Der Taifun „Bopha“ hatte im vergangenen Jahr mehr als tausend Menschen in den Tod gerissen.

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