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20.07.2017

09:43 Uhr

Unwetter in Deutschland

Gewitterfront sorgt für Chaos im Westen und Süden

Eine Unwetterfront ist am Mittwoch über Teile Deutschlands hinweggezogen. Straßen waren überflutet, Keller standen unter Wasser und Bäume stürzten um. Besonders heftig wüteten die Gewitter in Nordrhein-Westfalen.

Köln

Land unter: So schlug das Unwetter zu

Köln: Land unter: So schlug das Unwetter zu

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KölnErst die Hitze, dann das Donnerwetter: Über dem Westen und Süden Deutschlands haben bis in den Mittwochabend hinein heftige Gewitter getobt. Allein in Köln rückte die Feuerwehr zu rund 550 Einsätzen aus. Straßen waren überflutet, Keller standen unter Wasser, im Flug- und Bahnverkehr kam es zu Verspätungen. In Baden-Württemberg wurde ein Musikfestival mit Tausenden Besuchern wegen eines starken Gewitters abgebrochen. Auch über Hessen fegten Gewitter hinweg.

In Köln stünden viele Unterführungen und Straßenzüge unter Wasser, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Zahlreiche Autos blieben liegen. In einer Tiefgarage stand das Wasser 1,50 Meter hoch. Die Kölner Feuerwehr hatte rund 350 Kräfte im Einsatz. Im Hauptbahnhof lief Wasser in Teile der Bahnhofshalle. Am Abend beruhigte sich die Lage wieder.

Am Flughafen Köln/Bonn wurde der Flugbetrieb für 90 Minuten unterbrochen. Insgesamt 15 Flüge starteten verspätet, bei 14 Flügen verzögerte sich die Landung. Ein Flug nach München wurde gestrichen. Auf der Bahnstrecke von Bonn in Richtung Koblenz stürzte ein Baum auf die Oberleitung. Die Folge waren Zugausfälle und Verspätungen.

Die Düsseldorfer Rheinkirmes, die zu den vier größten Volksfesten in Deutschland zählt, wurde nach einer Unwetterwarnung für etwa zwei Stunden unterbrochen. Gegen 17.45 Uhr wurde das Kirmesgelände wieder geöffnet. In Mettmann rückte die Feuerwehr zu 150 Einsätzen aus. Zahlreiche Keller und Tiefgaragen waren überflutet, Bäume stürzten um und Straßen verwandelten sich in reißende Sturzbäche.

In Dortmund musste die Feuerwehr zu etlichen vollgelaufenen Kellern und umgestürzten Bäumen ausrücken. Eine 51 Jahre alte Frau kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, weil ein Baum auf sie gestürzt war. In Mönchengladbach wurde ein Radfahrer von einem Baum schwer verletzt, der beim Sturm abgebrochen war.

Gewitter über NRW: Unwetter flutet Kölner U-Bahnstation

Gewitter über NRW

Unwetter flutet Kölner U-Bahnstation

Heftige Wärmegewitter haben Nordrhein-Westfalen heimgesucht. Köln traf es dabei heftig: Die Feuerwehr musste zu Hunderten von Einsätzen ausrücken, am Flughafen ruhte der Betrieb. In der U-Bahn hieß es „Land unter“.

In Baden-Württemberg fand ein Musikfestival mit Tausenden Besuchern am Mittwochabend ein vorzeitiges Ende. Wind und Regen waren so heftig, dass etwa 3200 Festivalgäste die Karlsbastion auf dem Hohentwiel nahe Singen verlassen mussten. „Danach war hier auch gleich Feierabend. Die Leute konnten nach Hause gehen“, sagte ein Sprecher der Polizei. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben.

Auch über Teile Hessens fegten am späten Mittwochnachmittag Gewitter hinweg. In Mittelhessen stürzten Bäume auf Fahrbahnen. Auf der Autobahn 45 habe das Wasser teilweise bis zu zehn Zentimeter hoch gestanden, sagte ein Polizeisprecher am Abend in Gießen.

Von

dpa

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