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06.07.2015

10:23 Uhr

Unwetter nach Hitzewelle

Helene Fischer patschnass im „Purple Rain“

Nach der Hitze am Wochenende sind Starkregen, Böen und Gewitter über Deutschland hinweggefegt. Helene-Fischer-Fans erlebten die Sängerin patschnass im Berliner „Purple Rain“, Reisende mussten viel Geduld mitbringen.

Der Schlagerstar musste sein Konzert am Sonntagabend vorzeitig beenden. dpa

Helene Fischer im Berliner Olympiastadion

Der Schlagerstar musste sein Konzert am Sonntagabend vorzeitig beenden.

BerlinWegen Unwetterschäden auf Bahnstrecken müssen Fahrgäste noch mindestens bis Montagmittag mit Verspätungen oder Ausfällen rechnen. Wie die Bahn am frühen Morgen mitteilte, sollten die Strecken Hannover-Celle noch bis etwa 6 Uhr, Neumünster-Flensburg bis etwa 7 Uhr sowie Hannover-Wolfsburg-Berlin bis etwa 10 Uhr in beiden Richtungen gesperrt bleiben.

Zwischen Hannover und Braunschweig werde der Verkehr eingleisig geführt. Wann die Strecke Salzwedel-Stendal wieder befahrbar ist, war zunächst unklar. In Nordrhein-Westfalen hatte der Bahn zufolge ein Blitz in ein Kabel eingeschlagen, das die Signale auf der Strecke Essen-Duisburg mit Strom versorgt. Auch hier komme es weiter zu Einschränkungen im S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr.

Die Sperrung der Strecke zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Hannover war bereits in der Nacht aufgehoben worden. Umstürzende Bäume hatten der Bahn zufolge an vielen Orten die Oberleitungen beschädigt und die Schienen blockiert. Die Einsatzkräfte seien mit Hochdruck dabei, die Strecken zu räumen und beschädigte Oberleitungen instand zu setzen.

Auf Deutschlands neuen Temperaturrekord von 40,3 Grad gemessen im bayerischen Kitzingen sind zum Wochenstart Unwetter gefolgt. Während der Süden dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge bis zum frühen Montagmorgen weitestgehend verschont blieb, tobten etwa in Niedersachsen Gewitter.

Klatschnass durch die Nacht ging es zuvor in Berlin mit Helene Fischer: Der Schlagerstar („Atemlos durch die Nacht“) hatte sich am Sonntagabend dem Unwetter über Berlin geschlagen geben müssen und sein Konzert im Olympiastadion vorzeitig beendet. „Wir holen das nach, Berlin, okay? Wir sehen uns wieder“, sagte die 30-Jährige und verschwand hinter der Bühne. Zuvor hatte die klatschnasse Sängerin noch den Prince-Klassiker „Purple Rain“ zum Besten gegeben, wie Videos im Internet zeigen.

Helene Fischer hatte ihren rund 60.000 Fans erklärt: „Ihr Lieben, ihr merkt, dass etwas anders ist. Wir haben eine Unwetterwarnung. Wir dürfen nur noch einen Song spielen“, wie die „B.Z.“ berichtete. Die Musikerin, die bereits am Samstag ein Konzert im Olympiastadion gespielt hatte, setzt ihre „Farbenspiel“-Tournee an diesem Dienstag in Dresden fort.

Wegen starker Sturmböen wurde zuvor am Sonntagabend ein Open-Air-Konzert der schwedischen Band Roxette in Mainz abgesagt. Der Wind hatte Teile einer Plane von der Bühne auf der Nordmole am Rhein abgerissen, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand. Rund 5000 Zuschauer mussten enttäuscht nach Hause gehen.

Geduld brauchten Reisende auf dem Weg zurück nach Berlin: Wegen des Unwetters waren mehrere Flüge mit Ziel Berlin-Tegel umgeleitet worden. Der Online-Auskunft über die Ankunftszeiten am Flughafen zufolge wichen zwischen 22 Uhr und Betriebsschluss 17 Flieger auf andere Flughäfen aus. Der Flughafenauskunft vom frühen Montagmorgen zufolge sind die Flugzeuge unter anderem in Dresden gelandet.

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