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01.12.2013

22:30 Uhr

Ursache unklar

Mindestens vier Tote bei Zugunglück in New York

Im New Yorker Stadtteil Bronx ist am Sonntag ein Nahverkehrszug entgleist. Bei dem Unglück kamen Medienberichten zufolge mehrere Menschen ums Leben.

New York

Mehrere Tote nach Zugentgleisung

New York: Mehrere Tote nach Zugentgleisung

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New YorkBei einem schweren Zugunglück in der US-Metropole New York sind vier Menschen getötet worden. 67 Insassen seien verletzt worden, elf von ihnen schwer, teilte die Feuerwehr mit. Der Personenzug entgleiste am Sonntagmorgen (Ortszeit) im nördlichen Stadtteil Bronx. Mehrere Rettungsteams wurden zum Unglücksort nahe dem Bahnhof Spuyten Duyvil geschickt.

Der Unfall ereignete sich in einer Kurve unmittelbar vor der Einfahrt zum Bahnhof. Alle sieben Waggons entgleisten, einige von ihnen kippten um und stürzten eine Böschung hinunter. Der Triebwagen kam erst wenige Meter vor einem Flussufer zum Stehen. Taucher suchten das eiskalte Wasser des Hudson- und des Harlem-Flusses ab, die an dieser Stelle aufeinandertreffen. Sie konnten aber Entwarnung geben.

Der Zug war mit etwa 150 Passagieren besetzt. Die Passagiere erlitten unter anderem Knochenbrüche sowie Verletzungen an der Wirbelsäule und am Kopf. Einige von ihnen wurden nach Angaben der Rettungskräfte von Trümmern regelrecht aufgespießt. Andere Insassen wurden eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr freigeschnitten werden. Drei der Todesopfer waren aus dem Zug geschleudert worden.

Auch Stunden nach dem Unglück waren noch Dutzende Rettungskräfte und Feuerwehrleute im Einsatz. Sie zogen Fahrgäste aus den Trümmern und suchten nach Überlebenden. Ein Wagen war so weit aus den Schienen gesprungen, dass er in den Hudson River zu rutschen drohte. Taucher der Polizei suchten deshalb auch im Wasser nach Opfern, auch wenn den Behörden zufolge wohl niemand in den Fluss stürzte. Gouverneur Andrew Cuomo sagte an der Unglücksstelle, inzwischen seien wohl alle Vermissten ausfindig gemacht worden. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden.

Ein Passagier sagte dem Fernsehsender ABC, der Zug sei zum Zeitpunkt des Unglücks „viel schneller“ als üblich gefahren. Andere Zeugen bestätigten diese Einschätzung. Der Zugführer überlebte den Unfall. Er wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und sollte noch am Sonntag befragt werden. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf.

Der Zug hatte den Ort Poughkeepsie im Norden des Bundesstaats New York am frühen Morgen verlassen und war auf dem Weg zum Bahnhof Grand Central in Manhattan. Die Zugstrecke wurde auf unbestimmte Zeit gesperrt, wie die New Yorker Verkehrsbehörde MTA mitteilte. Ziel der Bahn war der Zentralbahnhof in Manhattan. In dem Streckenabschnitt war dem Betreiber Metro-North zufolge erst im Juli ein Güterzug entgleist.

Die Auswirkungen auf den Pendlerverkehr am Montag blieben zunächst unklar. Der wichtige Nordost-Korridor zwischen Boston und der Hauptstadt Washington soll nicht betroffen sein. Das Weiße Haus ließ mitteilen, Präsident Barack Obamas Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen. Am Sonntag endeten in den USA die Thanksgiving-Ferien. Anlässlich des Erntedankfests gehen die US-Amerikaner traditionell auf Reisen und besuchen ihre Familien.

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