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21.08.2014

14:44 Uhr

US-Gericht

Shakiras „Loca“ ist ein Plagiat

Der Song „Loca“ von Popstar Shakira ist ein Plagiat. Die Original-Version stamme von einem Künstler aus der Dominikanischen Republik, urteilte nun ein US-Gericht. Dessen Plattenfirma hatte Sony verklagt.

Der Komponist der kolumbianischen Sängerin Shakira hat geschummelt. Reuters

Der Komponist der kolumbianischen Sängerin Shakira hat geschummelt.

New YorkDer Hit „Loca“ von Popstar Shakira ist nach Ansicht eines US-Gerichts ein Plagiat eines dominikanischen Songs. Das Stück auf dem 2010 erschienenen Album „Sale el Sol“ der kolumbianischen Sängerin sei eine „illegale Kopie“ des Liedes „Loca con su Tiguere“ des Sängers Ramón Arias Vásquez, heißt es im Urteil des Bundesrichters Alvin Hellerstein aus New York, das die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch erhielt.

Vásquez ist in der Dominikanischen Republik unter dem Namen Arias bekannt. Der Sänger hatte das Stück nach eigenen Angaben zwischen 1996 und 1998 komponiert und auf einer Kassette aufgenommen. Während der elf Prozesstage im Juni und Juli legte Arias dem Gericht die Kassette vor und sang sein Lied sogar vor.

Die Musikindustrie in Zahlen

Weltweiter Musikverkauf

Der Umsatz mit physischer und digitaler Musik zu Endverbraucherpreisen weltweit betrug in 2001 rund 33,6 Milliarden US-Dollar, in 2010 waren es noch 24,4 Milliarden US-Dollar (inklusive Mehrwertsteuer).

Gesamterträge in Deutschland

2001
2.365 Milliarden Euro

2004

1,753 Milliarden Euro, davon digital: 13 Millionen Euro

2010
1.489 Milliarden Euro, davon digital: 204 Millionen Euro

Umsatzanteil der physischen Tonträger

2001
CD: 85 Prozent
MC: 3,0 Prozent
LP: 1,0 Prozent
Single: 11,0 Prozent
DVD/VHS: ---

2010
CD: 87,9 Prozent
MC: 0,7 Prozent
LP: 0,9 Prozent
Single: 1,5 Prozent
DVD/VHS: 8,9 Prozent

Quelle: Bundesverband Musikindustrie e.V.

Umsatzentwicklung in den Teilmärkten

Pop National
2009: 438 Millionen
2010: 414,3 Millionen (-5,4 Prozent)

Pop International
2009: 5,34 Millionen
2010: 459,6 Millionen (-13,9 Prozent)

Klassik
2009: 110,6 Millionen
2010: 105,6 Millionen (-4,6 Prozent)

TV-Compilations
2009: 123,1 Millionen
2010: 113,4 Millionen (- 7,9 Prozent)

Kinderprodukte
2009: 114,5 Millionen
2010: 114 Millionen (-0,5 Prozent)

Hörbücher
2009: 80,8 Millionen
2010: 78,4 Millionen (-3,0 Prozent)

Zahlen in Euro, gerundet

Beschäftigte in den Musikfirmen

Die Zahl der Beschäftigten in den Musikfirmen in Deutschland sank von rund 12.000 in 2001 auf etwa 8000 in 2010.

Die zehn größten Musikfirmen in Deutschland

Majors:
EMI Music
Sony Music
Universal Music
Warner Music

Indies:
Edel
Indigo
Readers Digest
Rough Trade
Soulfood Music
Tonpool

Ranking auf Basis von Umsatz zu Endverbraucherpreisen aus dem Musikverkauf

Musikabsatz in Stückzahlen

Singles
2001: 46,0 Millionen Stück
2010: 4,7 Millionen Stück

Alben
2001: 133,7 Millionen Stück
2010: 98,7 Millionen Stück

Gesamt (Single, Alben, MC, Vinyl, Musikvideo, DVD-A/SACD)
2001: 212,6 Millionen Stück
2010: 115,0 Millionen Stück

Tracks
2001: ---

2004: 7,5 Millionen Stück
2010: 63,3 Millionen Stück

Summe Digital
2001: ---

2004: 7,9 Millionen Stück
2010: 77,7, Millionen Stück

2007 war das Stück von dem dominikanischen Sänger Edward Bello Pou, der unter dem Künstlernamen El Cata bekannt ist, neu aufgenommen worden – seine Version wurde in der Dominikanischen Republik ein Hit. El Cata, der beim Musikriesen Sony unter Vertrag ist, behauptete später, er habe das Lied selbst komponiert.

Shakiras Album „Sale el Sol“ enthält zwei Interpretationen von El Catas Version des Liedes – auf Englisch und Spanisch. Arias' Plattenfirma Mayimba Music verklagte Sony 2012 wegen einer Verletzung seiner Urheberrechte. Hellerstein stufte in seinem Urteil zwar nur die spanischsprachige Version von „Loca“ als Urheberrechtsverletzung ein. Trotzdem stehe Mayimba nun Schadenersatz zu.

Shakira kam unter anderem mit den Songs „Whenever, Wherever“ und „Hips Don't Lie“ zu Weltruhm. Die Single „Loca“ verkaufte sich mehrere Millionen Mal, auch das Video sorgte für Furore.

Von

afp

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