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25.03.2014

01:13 Uhr

US-Staat Washington

Weitere Tote nach Schlammlawine geborgen

Nach dem Erdrutsch im US-Bundesstaat Washington wurden weitere Todesopfer geborgen. Über 100 Menschen gelten als vermisst. Die Lawine aus Schlamm, Schutt, Felsen und Bäumen war 1,6 Kilometer ins Tal gerutscht.

Die Feuerwehrchef von Snohomish County, Travis Hot, während einer Pressekonferenz. ap

Die Feuerwehrchef von Snohomish County, Travis Hot, während einer Pressekonferenz.

WashingtonNach dem verheerenden Erdrutsch im US-Staat Washington vom Samstag haben die Rettungskräfte sechs weitere Leichen geborgen. Damit stieg die Zahl der Opfer auf 14, wie das Büro des Sheriffs von Snohomish County am Montag mitteilte. Mehr als 100 Menschen gelten noch als vermisst.

Die Behörden befürchten angesichts der vielen Vermissten eine deutlich höhere Zahl von Todesopfern.

Neben den Rettungsmannschaften beteiligten sich am Montag auch verzweifelte Familienmitglieder und Nachbarn an der Suche, wühlten sich teilweise mit bloßen Händen durch die Schlammmassen, die am Samstagvormittag niedergegangen waren.

„Die Situation ist sehr düster“, sagte der Feuerwehrchef von Snohomish County, Travis Hots. Zwar hofften die Rettungskräfte nach wie vor auf Überlebende, sagte er, räumte aber auch ein: „Seit Samstag haben wir unter den Trümmern niemand lebendig gefunden.“

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Drei Tote nach Erdrutsch im Staat Washington

Amateurvideo: Drei Tote nach Erdrutsch im Staat Washington

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Der Direktor des örtlichen Katastrophenschutzes, John Pennington, hatte vor der Bergung der sechs Leichen am Montag erklärte, es gälten 108 Menschen als vermisst.

Darunter seinen nicht nur Anwohner, sondern auch Bauarbeiter oder Menschen, die während des Erdrutsches zufällig mit dem Auto in der Gegend unterwegs waren. Die Zahl von 108 bedeute aber nicht, dass diese Menschen alle umgekommen seine. Er gehe vielmehr davon aus, dass sich einige der derzeit Personen noch melden würden.

Der Vorfall hatte sich am Samstagmorgen etwa 90 Kilometer nördlich der Stadt Seattle ereignet. Auslöser waren offenbar heftige Regenfälle. Die Lawine aus Schlamm, Schutt, Felsen und Bäumen war auf einer Breite von mehr als 40 Metern gut 1,6 Kilometer ins Tal gerutscht. Einige Bereiche wurden bis zu 18 Meter tief verschüttet. Etwa 30 Häuser wurden zerstört.

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