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12.01.2007

16:21 Uhr

USA

Milliardär will Millionenersatz für selbst ruinierten Picasso

Der amerikanische Milliardär Steve Wynn will für ein von ihm selbst beschädigtes Picasso-Gemälde 54 Millionen Dollar (rund 42 Millionen Euro) Schadenersatz. Der Kasino-Mogul aus Las Vegas verklagte den Versicherungsmarkt Lloyd's of London vor einem US-Bundesgericht in New York.

Da war's noch heil: Pablo Picassos Gemälde "Der Traum" bei einer Versteigerung 1997 im Auktionshaus Christie's in New York. Foto: dpa

Da war's noch heil: Pablo Picassos Gemälde "Der Traum" bei einer Versteigerung 1997 im Auktionshaus Christie's in New York. Foto: dpa

Wynn hatte das Bild „Le Reve“ (Der Traum) im vergangenen Herbst für stolze 139 Millionen Dollar an den New Yorker Kunstliebhaber Steven Cohen verkaufen wollen. Unmittelbar vor der Umsetzung des Deals rammte er bei einer Art Abschiedsfeier versehentlich seinen Ellenbogen durch die Leinwand - das abgebildete Modell, die Picasso- Geliebte Marie-Therésè Walter, bekam ein Loch in den Unterarm.

In seiner Klage macht Wynn geltend, das Gemälde sei nach der Restaurierung nur mehr 85 Millionen Dollar wert. Gleichwohl habe der Versicherer ihm bisher den Differenzbetrag von 54 Millionen nicht erstattet. Der Unternehmer hatte das Bild selbst 1997 für 48,4 Millionen Dollar gekauft. Mit dem im Herbst vereinbarten Verkaufspreis von 139 Millionen Dollar wäre „Der Traum“ das damals teuerste Bild der Welt geworden. Nach seinem millionenschweren Missgeschick hatte Wynn den Kaufvertrag allerdings freiwillig zurückgenommen.

Der spanische Jahrhundert-Künstler Pablo Picasso (1881-1973) steht mit seinen Werken gleich zwei Mal auf der Liste der Top-Ten bei den teuersten Gemälden der Welt. Sein „Junge mit Pfeife“ kam vor drei Jahren auf 104,2 Millionen Dollar, „Dora Maar mit Katze“ holte im vergangenen Jahr 95,2 Millionen. Spitzenreiter ist derzeit allerdings der amerikanische Künstler Jackson Pollock, dessen „No. 5, 1948“ im November für 140 Millionen Dollar den Besitzer wechselte.

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