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10.04.2013

09:28 Uhr

USA

Mit Waffen spielende Kinder töten zwei Menschen

Präsident Obama kämpft mit Zähnen und Klauen für schärfere Waffengesetze in den USA. Doch selbst Kinder kommen dort mitunter an Schusswaffen, sogar zwei Vierjährige - mit tödlichem Ausgang.

New York hat ein deutlich verschärftes Waffengesetz auf den Weg gebracht. Sturmgewehre sollen demnach in privater Hand ebenso verboten sein wie Magazine mit mehr als sieben Schuss. dpa

New York hat ein deutlich verschärftes Waffengesetz auf den Weg gebracht. Sturmgewehre sollen demnach in privater Hand ebenso verboten sein wie Magazine mit mehr als sieben Schuss.

WashingtonWährend in den USA noch heftig über eine Verschärfung der Waffengesetze gestritten wird, sind dort in den vergangen Tagen zwei Menschen von mit Schusswaffen spielenden Kleinkindern getötet worden. Am Dienstag erlag ein Sechsjähriger in New Jersey seinen schweren Verletzungen. Ein vierjähriger Spielkamerad hatte ihm mit einem Gewehr in den Kopf geschossen. Erst am Samstag war in Tennessee eine Frau von einem ebenfalls Vierjährigen getötet worden, der ausgerechnet im Haus eines Hilfsheriffs eine scharfe Waffe in die kleinen Hände bekommen hatte.

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Der sechsjährige Brandon sei am späten Dienstagnachmittag (Ortszeit) im Krankenhaus von Neptune im Osten New Jerseys für tot erklärt worden, bestätigte der Polizeichef von Toms River, Michael Mastronardy, laut Nachrichtensender CNN. Der Junge hatte den Berichten zufolge mit seinem vierjährigen Freund in dessen elterlichen Garten in Toms River gespielt. Der Jüngere sei dann ins Haus gegangen und mit einem Gewehr zurückgekehrt. Schließlich sei der tödliche Schuss gefallen.

Noch sei unklar, ob der Vierjährige bewusst abgedrückt habe oder sich der Schuss versehentlich löste, hieß es beim Sender CBS. Während des Vorfalls seien die Eltern zu Hause gewesen. Die zuständige Staatsanwaltschaft von Atlantic County habe die Ermittlungen übernommen. Sie prüfe nun, ob Klage erhoben wird - und wenn ja, gegen wen, sagte Polizeichef Mastronardy.

Es war der zweite tödliche Zwischenfall mit Schusswaffen in Kinderhänden binnen weniger Tage in den USA. Am Samstag war die Frau des Hilfssheriffs von Wilson County in Tennessee von einem Vierjährigen getötet worden. Sie war mit dem Kind ins Schlafzimmer ihres Hauses in Lebanon gegangen, wo ihr Mann gerade einem Verwandten seine Waffen zeigte, wie CNN berichtete. Plötzlich habe sich der Kleine eine geladene Pistole vom Bett gegriffen und die 48-Jährige erschossen.

Von

dpa

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