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08.06.2011

09:26 Uhr

USA

Wirre Suche nach möglichem Massengrab

Obskurer Fall in Texas: Ein Wahrsager hat der örtlichen Polizei Hinweise auf ein Massengrab gegeben - am vermeintlichen Ort war jedoch nichts zu finden. Das Medieninteresse ist groß, zumal die Ermittler nicht aufgeben.

Im April 2011 wurde ein Massengrab in Texas entdeckt. Ein erneuter Verdacht bestätigte sich nicht. Quelle: dapd

Im April 2011 wurde ein Massengrab in Texas entdeckt. Ein erneuter Verdacht bestätigte sich nicht.

WashingtonBerichte über ein Massengrab mit Kinderleichen in Texas haben am Dienstag (Ortszeit) für Aufregung gesorgt. Mehrere US-Medien hatten zunächst berichtet, an der Kreuzung zweier Landstraßen im Osten des US-Bundesstaats sei das Grab mit bis zu 30 Toten entdeckt worden. Wenig später teilte ein Sprecher des zuständigen Sheriff-Büros im Bezirk Liberty mit, zunächst seien keine Leichen gefunden worden. „Wir haben lediglich Informationen über einen möglichen Tatort erhalten“, sagte Rex Evans im US-Fernsehen. Man habe allerdings einen Durchsuchungsbefehl für das fragliche Grundstück beantragt.

„Sobald der Durchsuchungsbefehl genehmigt ist, setzen wird unsere Untersuchung fort“, sagte Evans laut der Zeitung „Houston Chronicle“. Den Informationen des Blattes zufolge seien die Beamte von einem Wahrsager zu dem Haus geführt worden.

Die Zeitung zitiert eine Polizeiquelle, nach der das Sheriff-Büro zuerst einen Anruf „über ein Massengrab oder so etwas, erhalten habe, mit mehreren Leichen“. Beamte hätten daraufhin nachgesehen, aber nichts entdeckt. Der Anrufer habe die Polizei daraufhin zu einem anderen Haus geschickt. Dort hätten die Beamten dann „etwas Dunkles entdeckt, das hätte Blut sein können“. Einem ersten Test zufolge habe es sich um menschliches Blut gehandelt.

Der Besitzer des Hauses sagte dem Lokalsender KHOU, das Blut auf der Veranda stamme von dem Selbstmordversuch des Freundes seiner Tochter. „Er war betrunken und hat sich die Plusader aufgeschnitten“, sagte Joe Bankson. „Ich habe niemanden umgebracht“, betonte er.

US-Medien hatten zuerst berichtete, die Leichen seien teilweise verstümmelt und an der Kreuzung zweier Landstraßen in der Nähe der kleinen Orte Hull und Hardin in Ost-Texas vergraben worden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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jero

08.06.2011, 08:04 Uhr

http://www.cbsnews.com/stories/2011/06/07/national/main20069888.shtml
Entdeckt wurde rein gar nichts. Abpinseln ohne Hinterfragen? Seriosität ist anders.

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