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10.08.2015

11:42 Uhr

Verbale Attacke bei Facebook

Til Schweiger attackiert Spiegel Online und Twitterer: „Ich scheiß auf euch“

VonNils Jacobsen
Quelle:Meedia.de

Til Schweiger schlägt um sich – verbal. Nachdem der Schauspieler Trolle auf Facebook bekämpft hat und dafür viel Zuspruch erntete, sind nun „Spiegel Online“ und die Twitter-Community an der Reihe.

Dieses Bild von Vizekanzler Sigmar Gabriel (links) und Til Schweiger (rechts) hat im Netz für Lacher gesorgt. Der 51-jährige Schauspieler findet das gar nicht lustig. dpa

Sigmar Gabriel und Til Schweiger

Dieses Bild von Vizekanzler Sigmar Gabriel (links) und Til Schweiger (rechts) hat im Netz für Lacher gesorgt. Der 51-jährige Schauspieler findet das gar nicht lustig.

BerlinBis zum Wochenende war es Til Schweigers Sommer. Der Schauspieler hatte in den vergangenen Tagen immer wieder außerhalb seines eigentlichen Betätigungsfeldes für Schlagzeilen gesorgt, weil er Nutzern mit rechten, fremdenfeindlichen Ansichten auf Facebook immer wieder die Stirn geboten hat. So reagierte er auf hasserfüllte Kommentare unter einem Spendenaufruf mit einem Posting, in dem er die entsprechenden Nutzer als „zum Kotzen“ bezeichnete.

Für sein Engagement in den sozialen Medien gegen rechtes Gedankengut fand Schweiger dann auch politische Unterstützung. Nachdem der Schauspieler auf Facebook an Vizekanzler Sigmar Gabriel appellierte, hat sich dieser telefonisch bei ihm gemeldet und sich – wie Schweiger schreibt – seinen „Frust“ angehört.

Doch dabei blieb es nicht. Am Freitag trafen sich Gabriel und Schweiger zum persönlichen Gespräch – wovon natürlich auf Facebook berichtet wird. „Es war ein sehr intensives und gutes Gespräch“, schreibt der Vizekanzler zu einem Foto, auf dem das Duo nicht für jeden ganz vorteilhaft aussieht.

Ernste Gesichter zu einem ernsten Thema: Gestern habe ich mich mit Til Schweiger in Berlin getroffen. Wir haben...

Posted by Sigmar Gabriel on Samstag, 8. August 2015

Die Reaktionen auf das Bild folgen prompt auf Twitter in Form von Witzchen und Häme, losgetreten durch einen Post des Satiremagazins „Extra3“.

Til Schweiger kann über die Karikaturen augenscheinlich nicht lachen. Angefressen teilt der 51-Jährige unter Einsatz mehrerer Ausrufezeichen eine Zusammenfassung von „Spiegel Online“ und schießt dabei nicht nur gegen die „Twitter-Community“, sondern auch gegen die Nachrichten-Website.

Ihr seid so arm....!!!! Anstatt uns bei einer extrem wichtigen Sache zu unterstützen, giesst ihr eure Häme aus...! Schä...

Posted by Til Schweiger on Sonntag, 9. August 2015

Doch auch hier hat Schweiger die Rechnung ohne die Nutzer gemacht.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

10.08.2015, 17:52 Uhr

Ob er auf Dauer mit seinem Theater davon ablenken kann, daß er mit der alten Bundeswehrkaserne - die sein Kumpel, vielleicht teilweise oder völlig treuhänderisch bereits erwarb - ein veritables Mehrfach-Millionengeschäft einfädelte?

Gab es alles schon einmal, mindestens.
Alte Kasernen, Hotels, Versicherungsgebäude wurden schon beim ersten Asylantenauflauf in Deutschland zu gigantischen Millionengrabbern.

Die von den Gemeinden zu zahlenden Beträge allein für die Unterbringung sind eine bessere Rendite als alle vermeintlichen "Bankbetrügereien" seit 2008 - nicht absolut, wohlgemerkt, aber in Prozentelchen bemessen - jau.

Ganze Klientelgruppen leben seit Jahrzehnten davon - ohne jemals außer Kontoauszüge zu betrachten irgendetwas tun zu müssen.
Viel Freude unserem lieben Menschenfreund.

Herr Thomas Weis

13.08.2015, 11:54 Uhr

seit Manta Manta hat sich im Kopf des Herrn Schweiger nichts verändert. Der wahre Wohltäter agiert im Hintergrund. Eines jedoch ist erfreulich Herr Schweiger hat jetzt seinen Stellenwert in der Gesellschaft erfahren. Da ist noch sehr viel Luft nach oben.

Herr Rene Weiß

13.08.2015, 13:12 Uhr

SPD: Herr Gabriel kümmert sich v.a. um die Transferempfänger. Es würde mich freuen, wenn die Sozialisten sich mehr um die kümmern, die jeden Morgen aufstehen und seine Diät erwirtschaften. Herr Schweiger kann mit seinem Geld Flüchtlingsheime betreiben und ein guter Mensche sein. Dt. Politiker sind dem dt. Volk verpflichtet, dachte ich. Die griechischen Politiker, wie alle anderen auch, kümmern sich ja auch um ihrer eigenes Volk zu lasten der anderen.

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