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01.06.2014

15:34 Uhr

Verdächtiger verhaftet

Mutmaßlicher Brüsseler Museums-Schütze gefasst

Eine Woche hat es gedauert, aber jetzt ist der mutmaßliche Schütze im jüdischen Museums in Brüssel gefasst. In Frankreich fischten in Zöllner bei einer Kontrolle heraus und fanden auch eine Waffe.

Schüsse in Brüssels jüdischem Museum: Dieses Bild hatte eine Sicherheitskamera von dem Täter gemacht. dpa

Schüsse in Brüssels jüdischem Museum: Dieses Bild hatte eine Sicherheitskamera von dem Täter gemacht.

Paris, TrévièresEine Woche nach den tödlichen Schüssen auf drei Besucher des jüdischen Museums in Brüssel hat die französische Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft sagte am Sonntag, der Mann sei am Freitag bei einer Zollkontrolle an einem Bahnhof in der Hafenstadt Marseille festgenommen worden.

Er habe einen Revolver und eine Schnellfeuerwaffe bei sich gehabt - beide vom selben Typ wie die in Brüssel verwendeten Waffen. Eine ballistische Untersuchung soll nun klären, ob es sich um die Tatwaffen handelt.

Der Mann kam den Angaben zufolge in einem Bus von Amsterdam nach Marseille und hatte in Brüssel einen Stopp eingelegt. Die Pariser Staatsanwaltschaft wollte im Laufe des Sonntags eine Pressekonferenz abhalten.

Der festgenommene Franzose hat sich in einem beschlagnahmten Film zu der Tat bekannt. Wie die Staatsanwaltschaft am Sonntag in Paris weiter mitteilte, war der mutmaßliche Dschihadist mehr als ein Jahr in Syrien. Der Mann war am Freitag in Marseille wegen des Angriffs auf das Jüdische Museum in der belgischen Hauptstadt Brüssel festgenommen worden, bei dem vor eine Woche vier Menschen getötet worden waren.

Am Samstag vor einer Woche hatte ein Mann in dem Brüsseler Museum um sich geschossen. Drei Menschen starben und ein vierter wurde verletzt. Die belgischen Behörden hatten eine Großfahndung ausgelöst und ein Video von der Schießerei veröffentlicht.

Direkt nach der Festnahme hat der französische Präsident François Hollande ein entschiedenes Vorgehen gegen „Dschihadisten“ versprochen. „Wir werden sie bekämpfen, wir werden sie bekämpfen“, versicherte Hollande vor Journalisten in Trévières in der Normandie. Der im April vorgestellte Plan gegen den Dschihad-Tourismus werde „in den kommenden Monaten ausgebaut“.

Der festgenommene Franzose hatte 2013 im Syrienkrieg für radikale Islamisten gekämpft. Er wird verdächtigt, vor einer Woche in Brüssel im Jüdischen Museum drei Menschen getötet zu haben. „Die ganze Regierung ist mobilisiert, um diese Dschihadisten, wie sie genannt werden, aufzuspüren und zu verhindern, dass sie Schaden anrichten können“, sagte Hollande. Der Verdächtige sei sofort festgenommen worden, als er französischen Boden betreten habe.

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