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26.01.2007

16:41 Uhr

Verfahren eingestellt

Düsseldorferin will mit 300-Euro-Schein einkaufen

Obwohl sie mit einer 300-Euro-Blüte zu zahlen versucht hat, ist der Prozess gegen eine 50-Jährige in Düsseldorf eingestellt worden. Milde gestimmt hatte das Gericht eine Schnellumfrage vor Beginn des Prozesses, der eine bizarre Wissenslücke offenbarte.

HB DÜSSELDORF. Sie habe einen Sonderschulabschluss und habe nicht gewusst, dass es gar keine 300-Euro-Scheine gibt, beteuerte die Angeklagte am Freitag vor dem Landgericht. Den Schein habe sie gefunden.

Sie habe sich einige Tage später damit einen Wasserkocher kaufen wollen. Weil sie das Falschgeld nicht auffaltete, seien ihr die Motive auf der angeblichen Euro-Währung nicht aufgefallen: Nackte Frauen zierten die „Blüte“, statt Europa prangte „Eros“ auf dem Schein und die Sterne der Europa-Fahne entpuppten sich als Herzchen.

Eine Schnellumfrage vor dem Prozess stimmte das Gericht milde: Mehrere Befragte wussten nicht, ob es nicht doch 300-Euro-Scheine gibt. Das Verfahren wurde gegen Zahlung von 500 Euro Geldauflage eingestellt.

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