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03.12.2013

16:19 Uhr

Verfahren in Paris

Kroaten wollen Entschuldigung von Dylan

Bob Dylan hat Kroaten mit dem Ku-Klux-Klan und Nazis verglichen. Jetzt fordert die kroatische Vereinigung in Frankreich eine Entschuldigung von ihm. Nur dann könnte sie ihre Anzeige wegen Beleidigung zurückziehen.

Der US-Musiker Bob Dylan. Wegen der Anzeige ermittelt die Justiz in Paris gegen ihn. ap

Der US-Musiker Bob Dylan. Wegen der Anzeige ermittelt die Justiz in Paris gegen ihn.

ParisEine kroatische Vereinigung in Frankreich will eine Anzeige wegen Beleidigung gegen Bob Dylan (72) zurückziehen, wenn sich der US-Sänger entschuldigt. Im Interview mit dem Musikmagazin „Rolling Stone“ hatte Dylan Kroaten mit Mitgliedern des rassistischen Ku-Klux-Klans und Nazis verglichen. Eine Verurteilung mache weniger ungeschehen als eine öffentliche Entschuldigung, begründete der Rat der Kroaten am Dienstag in Paris seine Position. Wegen der Anzeige ermittelt die Justiz in Paris gegen Dylan.

„Wenn man Sklavenhalter oder Ku-Klux-Klan im Blut hat, können Schwarze das riechen. Das Zeug hält sich bis heute. Genauso wie Juden Nazi-Blut riechen können und Serben kroatisches Blut“, hatte der Musiker gesagt.
Wegen der Anzeige war ein Verfahren wegen Beleidigung und Schürens von Hass gegen Dylan eingeleitet worden. Eine Befragung soll bereits Mitte November stattgefunden haben, als der Musiker für drei Konzerte und eine Ehrung mit dem französischen Verdienstorden in Paris war.

Während des Zweiten Weltkriegs war das kroatische Ustascha-Regime mit Hitler-Deutschland verbündet und bekämpfte mit faschistischen Verbände Juden und Serben. Nach dem Ende Jugoslawiens standen sich Serben und Kroaten Anfang der 1990er Jahre wieder im Krieg gegenüber.

Von

dpa

Kommentare (3)

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norbert

03.12.2013, 17:51 Uhr

Diese Forderung ist der beste Bewis dafür, daß
1. Dylan recht hat
und
2. diese Vereinigung zu dumm ist, den Inhalt seiner Worte zu begreifen.

Account gelöscht!

03.12.2013, 19:04 Uhr

Like a Rolling Stone

Stachel

03.12.2013, 19:55 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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