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24.05.2011

07:24 Uhr

Vergewaltigungsaffäre

Sperma auf Zimmermädchen-Kleid stammt von Strauss-Kahn

Es wird immer enger für den Ex-IWF-Chef. Alle Spuren weisen darauf hin, dass er tatsächlich Sex mit dem Zimmermädchen hatte. Doch hat er sie gezwungen? Anwälte wühlen jetzt in der Vergangenheit des mutmaßlichen Opfers.

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. Quelle: dpa

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn.

New YorkDas auf dem Kleid des mutmaßlich von Dominique Strauss-Kahn angegriffenen Zimmermädchens gefundene Sperma stammt nach Medienberichten tatsächlich von dem Ex-Chef des internationalen Währungsfonds. Die auf der Kleidung des Zimmermädchens sichergestellten DNA-Spuren stimmten mit dem Erbgut der von Strauss-Kahn abgegebenen Proben überein, sagte eine mit den Ergebnissen der forensischen Tests vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur AP. Auch der New Yorker Sender NBC und das "Wall Street Journal" berichteten das am Montagabend (Ortszeit) übereinstimmend. Beide Medien stützen sich dabei auf Angaben von Ermittlern.

Benjamin Brafman, der Anwalt von Strauss-Kahn, lehnte es am Montag ab, sich dazu zu äußern. Bei einer Gerichtsanhörung in der vergangenen Woche hatte er noch gesagt, die Beweise würden den Vorwurf, Strauss-Kahn habe die Frau zu etwas gezwungen, nicht stützen.

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Das 32 Jahre alte Zimmermädchen hatte Strauss-Kahn beschuldigt, sie am Samstag vorvergangener Woche angegriffen und zum Oralsex gezwungen zu haben. Das Sperma des 62-Jährigen habe sie ausgespuckt. Die Polizei fand später Spuren auf dem Teppich der Hotelsuite und an der Uniform der Frau.

Es wird erwartet, dass Strauss-Kahns Anwälte vor Gericht zwar den Sexualverkehr bestätigen, ihn aber als einvernehmlich darstellen werden. Sie durchforsten derweil das Vorleben der 32-Jährigen, die erst vor wenigen Jahren aus dem westafrikanischen Guinea in die USA gekommen war. Wenn sie für Aufenthaltserlaubnis oder Sozialwohnung gelogen hat, könnte das ihre Glaubwürdigkeit erschüttern. Strauss-Kahn sei bereit für einen langen Kampf, sagte einer seiner Anwälte.

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

24.05.2011, 08:00 Uhr

Glauben Sie wirklich, dass ein Zimmermädchen sich von diesem alten Mann zum Oralsex zwingen lässt, um dann erst danach den Aufstand zu proben?
Ich meine - er könnte sich 20 Edelnutten aufs Zimmer bestellen.
Der ist doch gar nicht so kräftig, um jemanden zum Oralsex zu zwingen, der nicht will. Die Risiken für ihn sind doch immens.
Sie wird doch auch gewusst haben, wessen Teil sie da in den Mund nimmt.

Aus meiner Sicht war das wie bei Julien Assange wieder einmal die Archillisferse eines mächstigen Mannes, auf die man gezielt gefeuert hat, um ihn in der Öffentlichkeit zu denunzieren. Ob er jetzt ein toller Mensch ist mag dahin gestellt sein. Es geht doch darum, ob er schuldig ist.
Wie sonst sollte man einen der bekanntesten und mächstigsten, jüdischen Banker nachhaltig aus dem Sessel befördern?

Account gelöscht!

24.05.2011, 08:02 Uhr

Welcher potente Mann hat nicht schon irgendwo weiterverwendbares Sperma hinterlassen. Da könnte man sogar der eigenen Frau gegenüber mißtrauisch sein, daß sie sich für den Tag X ein paar Tropfen auf Eis legt. Deshalb mein teurer Rat für Senkrechtstarter: Lasse dir den Samenstrang stillegen!
Besonders umsichtig ist DSK jedenfalls nicht.

bigbrother

24.05.2011, 08:07 Uhr

Was für eine Überraschung. Noch überraschender allerdings, dass das Vorleben des DKS bisher so schön unter der Decke gehalten werden konnte(vgl. FAZ). Alles eine Frage von Macht, Einfluss und Geld und das nicht nur im Land von Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit sondern anscheinend weltweit (vgl. u.a. FAS 22.5.11 zu Afghanistan, "Die Tanzknaben vom Hindukusch"). Es bahnt sich zunehmend die Realität den Weg und es zerbricht die schöne heile Welt.

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