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24.05.2011

15:35 Uhr

Vergewaltigungsprozess

Kachelmanns Verteidigung fordert Freispruch

Die Staatsanwaltschaft sähe Jörg Kachelmann gerne vier Jahre hinter Gittern, dessen Anwälte wollen den Freispruch. Im Schlussplädoyer beklagte die Verteidigung den Mangel an Beweisen. Kachelmann selbst schweigt.

Kachelmann-Verteidigung fordert Freispruch

Video: Kachelmann-Verteidigung fordert Freispruch

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Im Vergewaltigungsprozess gegen Fernsehmoderator Jörg Kachelmann hat die Verteidigung einen Freispruch gefordert. Außerdem solle Kachelmann für die Untersuchungshaft sowie Durchsuchungen und Beschlagnahmen entschädigt werden, beantragte Verteidiger Johann Schwenn am Dienstag in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Mannheim. „Es gibt nicht einen Sachbeweis, auf den sich die Anklage stützen könnte“, sagte Schwenn. Kachelmann sagte auf die Frage, ob er ein letztes Wort wünsche: „Nein danke.“

Aus „Rache und Hass“ habe die Ex-Freundin Jörg Kachelmann bewusst zu Unrecht belastet, sagte Verteidigerin Andrea Combé. Die Frau habe sich von dem Gedanken leiten lassen: „Du hast mich vernichtet, dann vernichte ich dich auch.“ Die Nebenklägerin, die Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt hatte, verfolgte das Plädoyer im Gerichtssaal. Immer wieder schüttelte sie bei den Ausführungen still den Kopf.

Die Anklage hatte vergangene Woche vier Jahre und drei Monate Haft für den Wettermoderator gefordert. Der 52-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Das Landgericht will sein Urteil am kommenden Dienstag (31. Mai) verkünden.

Kommentare (1)

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Koboldo

25.05.2011, 08:40 Uhr

An Medienwirksamkeit ist dieser Prozess ja nicht zu überbieten. Aber er hat vor allem gezeigt, wie unzulänglich die Staatsanwaltschaft im Vergleich zur Verteidigung gearbeitet hat! Alles in allem kein Ruhmesblatt für die dt. Justiz, zurückbleiben nur Opfer

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