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09.11.2011

10:24 Uhr

Vernehmung

Polizistenmord-Verdächtige schweigt

Der Ermittlungen im mysteriösen Polizistenmord von Heilbronn kommen nicht weiter voran. Eine festgenommene Frau aus Sachsen schweigt zum Tathergang. Sie wird verdächtigt, an der Tat beteiligt gewesen zu sein.

Ein Foto der in Heilbronn ermordeten Polizeimeisterin. dpa

Ein Foto der in Heilbronn ermordeten Polizeimeisterin.

HeilbronnDie 36-jährige Verdächtige im Heilbronner Polizistenmordfall hat nach Auskunft der dortigen Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben zu dem Fall gemacht. Dies teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der baden-württembergischen Stadt am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden in Zwickau mit. Dort sei die Frau vernommen worden. Ob die Vernehmungen vom Dienstagabend am Mittwoch fortgesetzt worden seien, wisse er nicht. 

Es gibt viele Bausteine, aber noch kein ganz klares Gesamtbild. Die 36-Jährige könnte in den Fall verstrickt sein. Gegen sie war am Montag von der Staatsanwaltschaft Zwickau Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung erlassen worden. Die Frau stellte sich am Dienstag der Polizei im thüringischen Jena und sollte später ins sächsische Zwickau überführt werden. Sollte die 36-Jährige die gesuchte Straftäterin sein, werde sie einem Haftrichter vorgeführt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstagabend.

In den Heilbronner Fall sollen außerdem zwei Männer verstrickt sein. Der Stuttgarter Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger geht davon aus, dass die mutmaßlichen Bankräuber zu den Tätern gehörten. Die Männer sind mittlerweile tot, ihre Leichen wurden am Freitag im thüringischen Eisenach entdeckt. Sie kannten die 36-Jährige.

Die Frau soll mit den beiden mutmaßlichen Bankräubern in Zwickau zusammengewohnt haben. Bei den toten Männern waren die Dienstwaffen der 2007 in Heilbronn ermordeten Polizistin und ihres Kollegen gefunden worden sowie die Handschellen der erschossenen Beamtin. Die Bankräuber hatten sich nach einem Überfall in Eisenach am Freitag nach Angaben der Behörden selbst in einem Wohnmobil getötet.

Anschließend war der Caravan in Flammen aufgegangen. Die Ermittler glauben, dass die 36-Jährige dafür verantwortlich ist. Wenige Stunden nach dem Brand des Wohnmobils war die Wohnung der Männer und der 36-Jährigen im etwa 190 Kilometer entfernten Zwickau in Sachsen durch eine Explosion zerstört worden. Die festgenommene 36-Jährige soll das Gebäude kurz vor der Detonation verlassen haben. Im April 2007 war die 22 Jahre alte Polizistin Michele K. aus dem südthüringischen Oberweißbach auf einer Heilbronner Festwiese durch einen Kopfschuss getötet worden. Ihr Kollege überlebte schwer verletzt, er lag wochenlang im Koma.

Von

dpa

Kommentare (1)

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marcello_de_grande

09.11.2011, 16:36 Uhr

Die Verdächtige bitte nicht zu fest anfassen bzw. Gewalt androhen. Sonst bekommt sie als Dank für ihre Tat bzw. Mittäterschaft auch noch 4000€ Schmerzensgeld; siehe Entführer Gäfgen. Achso, bitte denkt daran das die arme Täterin bestimmt eine schwere Kindheit hatte. Aber keine Angst: irgend ein grün-linker Gutmenschen-Richter wird genau dies tun und die arme Dame zu höchstens 5 Jahren haft verurteilen.
PS: liebe Studienräte, Menschrechtler und alle anderen Pseudo-Intellektuellen, ich freu mich auf eure Antworten!

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