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10.07.2015

13:41 Uhr

Verschärfte Reisewarnung

Tunesien bangt um Tourismus

Nach dem Anschlag auf Urlauber in Tunesien vor zwei Wochen fürchtet das Land negative Folgen für den Tourismus. Großbritannien hat bereits eine verschärfte Reisewarnung herausgegeben, andere Länder könnten folgen.

Nach dem Anschlag auf Touristen im tunesischen Sousse sorgen jetzt Polizisten am Strand für Sicherheit. dpa

Polizisten patroullieren am Strand

Nach dem Anschlag auf Touristen im tunesischen Sousse sorgen jetzt Polizisten am Strand für Sicherheit.

TunisNach der verschärften Warnung Großbritanniens vor Reisen nach Tunesien befürchtet die Regierung des nordafrikanischen Landes negative Folgen für den Tourismus. Die Entscheidung Londons werde Auswirkungen auf andere Länder haben, sagte Ministerpräsident Habib Essid vor dem Parlament, wie der tunesische Radiosender Mosaique FM am Freitag berichtet. Sein Land habe nach den Terroranschlägen in diesem Jahr seine Hausaufgaben gemacht und Anstrengungen unternommen, ausländische Touristen zu schützen.

Ein Student hatte vor zwei Wochen in dem tunesischen Badeort Sousse 38 Urlauber erschossen, bevor er selbst getötet wurde. 30 der Opfer waren Briten, zwei Deutsche. Bereits im März waren bei einem Angriff auf das Nationalmuseum Bardo in Tunis mehr als 20 Touristen ums Leben gekommen. Die tunesische Regierung verhängte nach dem Attentat in Sousse den Ausnahmezustand. Außerdem sollen mehr als 1000 zusätzliche Polizisten Touristenorte besser schützen.

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Der Attentäter von Sousse hatte offenbar Verbindungen zu radikalen Gruppen. Genauso wie mehrere Festgenommene soll der Student im Nachbarland Libyen in einem Terrorlager gewesen sein.

Der britische Außenminister Philip Hammond forderte am Donnerstag dennoch alle Briten zum Verlassen des Landes auf. Weitere Anschläge in Tunesien seien „hochwahrscheinlich“, sagte er. Die von Tunesien aufgestockten Sicherheitsmaßnahmen böten nicht ausreichend Schutz.

Deutschland hat noch keine generelle Reisewarnung für Tunesien erlassen, aber das Auswärtige Amt rät von Reisen in bestimmte Landesteile wie beispielsweise die Gebirgsregion nahe der algerischen Grenze oder die tunesische Wüste ab.

Von

dpa

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