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01.04.2014

07:31 Uhr

Verschollen

Schlechte Sicht erschwert Suche nach Boeing

Auch am 13. Tag des Einsatzes im Indischen Ozean fehlt von der verschollenen Boeing der Malaysia Airlines noch jede Spur. Unterdessen geben veränderte Angaben über den letzten Funkspruch der Crew neue Rätsel auf.

Bislang geborgene Teile stellten sich als Fischereiausrüstung heraus. dpa

Bislang geborgene Teile stellten sich als Fischereiausrüstung heraus.

PerthSchlechte Sicht hat die Suche nach dem verschollenen Malaysia-Airlines-Flugzeug am Dienstag erschwert. Zu Beginn des 13. Tages des Einsatzes im südlichen Indischen Ozean konnte das Suchgebiet nur in Teilen überprüft werden, wie die koordinierende australische Seesicherheitsbehörde (Amsa) mitteilte. Von der am 8. März verschwundenen Maschine mit der Flugnummer MH 370 fehlt noch immer jede Spur. An der Suche beteiligt waren zehn Flugzeuge und neun Schiffe, hieß es weiter.

Die Zeit, das Wrack der verschollenen Boeing anhand des Flugschreibers zu orten, wird knapp. Dessen Batterie wird nach Meinung von Experten etwa bis kommenden Montag halten. „Wir habe noch etwa eine Woche, aber wie lange die Batterie halten wird, kommt auf die Wassertemperatur und die Wassertiefe an“, sagte der australische Verteidigungsminister David Johnston dem australischen Rundfunksender ABC. Die sogenannte Black Box sendet 30 Tage lang Signale aus, mit deren Hilfe das Flugzeugwrack zu orten wäre.

Für Rätselraten sorgten neue Angaben der malaysischen Luftbehörde zum letzten Funkspruch der Crew der Boeing 777. Bislang hieß es, diese habe sich mit den etwas ungewöhnlichen Worten „Alright, good night“ (etwa: Alles klar, gute Nacht) abgemeldet. Am Dienstag korrigierte die Luftbehörde ihre Angaben. Nun hieß es, die Crew habe zuletzt die Worte „good night Malaysian 370“ (gute Nacht, Malaysian 370) durchgegeben. Dies wäre den Angaben zufolge eine ganz normaler Funkspruch.

Die malaysischen Behörden wollen nach Angaben vom Dienstag mit umfangreichen „forensischen Untersuchungen“ klären, ob der letzte Funkspruch vom Kapitän des verunglückten Langstreckenjets oder von seinem Copiloten abgegeben wurde.

Familien der Unglücksopfer aus China werfen den malaysischen Behörden wegen widersprüchlicher Angaben vor, Erkenntnisse zurückzuhalten. Nach Angaben des „Wall Street Journal“ wurde in der ersten Woche nach dem Verschwinden der Boeing viel Zeit vergeudet, da Suchtrupps zunächst an der falschen Stelle aktiv geworden wären. Die Zeitung begründete dies in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf nicht näher benannte Kreise mit mangelnden Absprachen zwischen Länderbehörden.

Am Wochenende aus dem Meer geborgene Teile stellten sich als Fischereiausrüstung heraus. An Bord der in Kuala Lumpur gestarteten Boeing waren 239 Menschen. An der Suche nach der Maschine sind auf Schiffen mehr als 1000 Menschen und in Flugzeugen rund 100 Menschen beteiligt. Viele mehr arbeiten an Land an der Koordinierung des Einsatzes mit.

Von

dpa

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