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13.02.2004

20:45 Uhr

Verteidigung braucht mehr Zeit zur Akteneinsicht

Jackson-Anhörung: Anwalt erwirkt Aufschub

Der Gerichtstermin im Fall Michael Jackson ist nach einer kurzen Sitzung vertagt worden. Der Verteidiger des Popstars forderte mehr Zeit für die Akteneinsicht.

HB BERLIN. Noch ist unklar, ob sich Michael Jackson in einem Prozess wegen Kindesmissbrauchs verantworten muss. Der Termin für die entscheidende Anhörung wird nun erst am 2. April festgelegt, nachdem der zweite Gerichtstermin zu dem Fall am Freitag ergebnislos verlief. Richter Rodney Melville vertagte die Sitzung auf April, weil Jacksons Anwalt mehr Zeit zur Prüfung der Akten forderte, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Die Anhörung ist insofern wichtig als das Gericht erst dann darüber entscheiden kann, ob es zu einer Hauptverhandlung gegen Jackson kommt.

Der Popstar selbst war zu dem Gerichtstermin am Freitag nicht erschienen. Sein Verteidiger Mark Geragos erklärte, er habe von Staatsanwalt Thomas Sneddon gerade erst 400 Seiten Beweismaterial erhalten und brauche Zeit, es durchzusehen. Er warf Sneddon vor, ihm längst nicht alle Unterlagen übergeben zu haben. Richter Melville mahnte die beiden Parteien, falls es zum Prozess komme, wolle er damit noch in diesem Jahr beginnen.

Jackson hatte sich bei einem ersten Gerichtstermin am 16. Januar für nicht schuldig erklärt. Dem 45-jährigen werden unzüchtiges oder laszives Verhalten gegenüber einem Kind unter 14 Jahren in sieben Fällen sowie die Verabreichung eines berauschenden Mittels in zwei Fällen vorgeworfen. Er befindet sich gegen Zahlung von drei Millionen Dollar Kaution auf freiem Fuß.

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