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26.08.2014

14:21 Uhr

Verwirrtes Wildtier

Elch sieht wieder Bäume statt Holztische

Er dürfte unter der Aufregung am meisten gelitten haben: Nachdem ein junger Elch in einem Dresdener Bürogebäude gestrandet war, ist er nun zurück in vertrauteren Gefilden. Pünktlich zur wichtigsten Jahreszeit für Elche.

Er hatte eine lange Reise hinter sich, da konnten ihn die Lockversuche dieses Zoo-Mitarbeiters kaum noch beeindrucken: Letztlich wurde der Büro-Elch in Dresden betäubt und gefangen. dpa

Er hatte eine lange Reise hinter sich, da konnten ihn die Lockversuche dieses Zoo-Mitarbeiters kaum noch beeindrucken: Letztlich wurde der Büro-Elch in Dresden betäubt und gefangen.

DresdenNach seinem aufsehenerregenden Ausflug in ein Firmengebäude in Dresden ist ein junger Elch wieder in freier Wildbahn. Der Bulle habe die für seine Befreiung nötige Betäubung gut überstanden und sei in einen Wald in Ostsachsen gebracht worden, teilte Dresdens Stadtverwaltung am Dienstag mit. Wo genau das Tier ausgesetzt wurde, blieb unbekannt. Es solle verhindert werden, dass Schaulustige nach ihm suchten.

Experten zufolge gelangen Jung-Elche auf Wanderschaft gelegentlich von Polen nach Deutschland. Erst vor kurzem wurde bei Ückermünde in Mecklenburg-Vorpommern ein Tier gesichtet.

Der Elch war am Montag in Dresden auf der Flucht vor Menschen durch die Tür des verglasten Gebäudes gebrochen und in einem Flur hinter einer Scheibe stehengeblieben. Erst nach gut fünf Stunden wurde das zwei bis drei Jahre alte Tier betäubt, in einen Container verladen und nach Ostsachsen gebracht. Gegen 21.00 Uhr wurde der Elch dort in einem Wald freigelassen.

Auf dem Weg in die Freiheit: Verirrter Elch aus Bürogebäude befreit worden

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Verirrter Elch aus Bürogebäude befreit worden

Seit Tagen ist ein junger Elchbulle in Dresden unterwegs: In einem Garten, auf der Autobahn, in der Elbe. Schließlich flüchtete er in ein Bürogebäude – die Polizei befreite ihn, nun wird er zurück in die Wälder gebracht.

„Es ist kurz vor der Brunft der Elche, die im September beginnt“, erklärte Andreas Kinser, Forst- und Jagdreferent der Deutschen Wildtier Stiftung. Jungbullen würden deshalb auch in der Ferne nach Elchkühen Ausschau halten.

Für den Dresdner Elch und seinen Artgenossen in Mecklenburg-Vorpommern sei es aber noch zu früh für einen Brunftkampf. „Sie haben noch ein Bastgeweih - und damit ist eine ernsthafte Auseinandersetzung nicht möglich.“

Von

dpa

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