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10.07.2013

13:31 Uhr

Very British

Wett-Wahnsinn um den royalen Nachwuchs

Wenn es um Wetteinsätze geht, ist den Briten seit jeher nichts heilig. Auch das Königskind von Kate und William nicht: Geschlecht, Termin, Haarfarbe – es gibt klare Favoriten. Selbst mit Tante Pippa lässt sich zocken.

Großbritannien im Baby-Fieber

Heiß erwartet: Die königliche Geburt

Großbritannien im Baby-Fieber: Heiß erwartet: Die königliche Geburt

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LondonWird es ein Junge? Oder eine Prinzessin? Hat das erste Kind von Prinz William und seiner Kate rote Haare? Wer von beiden Eltern wird es im Arm halten, wenn die junge Familie vor die Kamera tritt? Die Wettverrückten Briten setzen Geld auf so ziemlich jede Frage, die rund um das „Royal Baby“ noch offen ist. Und sie glauben sogar zu wissen, dass das Kind, das später einmal auf dem Königsthron Platz nehmen soll, früher kommt als angenommen. „Das meiste Geld geht auf Wetten ein, die einen Geburtstermin um den 10. Juli herum prophezeien“, sagt Rupert Adams vom größten englischen Buchmacher William Hill.

Die Wetten auf das königliche Baby übersteigen bei weitem das Aufkommen, das die Wettbüros bei der Hochzeit von William und Kate vor mehr als zwei Jahren verzeichnet hatten. „Es geht etwa um 30 wenn nicht 40 Prozent darüber hinaus“, sagt Rory Scott vom Wettanbieter Paddy Powers. Der Grund ist klar: Während bei der Royal Wedding kaum Überraschungen zu erwarten waren, ist diesmal einiges offen - vom Geschlecht über die Haarfarbe bis zum Namen. Dennoch: Das Wettaufkommen bei dem royalen Großereignis ist im Vergleich zum Hauptgeschäft der Buchmacher vernachlässigbar. Paddy Powers rechnet mit einem Umsatz von rund 300.000 Pfund. Ein halbwegs interessantes Fußballspiel der englischen Premier League bringt mehrere Millionen.

„Es geht hier eher um den Spaß“, sagt William-Hill-Wettexperte Adams. Und den lassen sich die Wettanbieter genauso wenig nehmen, wie die Wetter. Paddy Power zum Beispiel platziert auch Wetten darauf, welches Magazin wohl für die Exklusivrechte für die ersten Baby-Fotos bezahlt. In welchem Nachtclub in geschätzten 15 bis 20 Jahren die ersten unanständigen Schnappschüsse des Neuankömmlings entstehen, ist ebenfalls schon jetzt Gegenstand von Wetten.

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