Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.04.2011

14:35 Uhr

Video von Elefantenjagd

Der Schuss ging für US-Unternehmer Bob Parsons nach hinten los

Der Schuss ging nach hinten los. Nachdem Bob Parsons in einem Video bei der Elefantenjagd zu sehen war, verliert sein Internetunternehmen GoDaddy Kunden - weil ein Konkurrent für eine Tierschutzorganisation spendet.

Nairobi

Zunächst war es ein PR-Desaster, dann kam auch noch der wirtschaftliche Schaden hinzu. Nachdem der Vorstandsvorsitzende des Internetunternehmens GoDaddy in einem Video bei der Elefantenjagd zu sehen war, warb die Firma Namecheap zahlreiche Kunden des Konkurrenten ab.

Beide Unternehmen bieten die Registrierung von Websites im Internet an. Namecheap bot den Kunden von GoDaddy nun den Wechsel an und spendete für jeden Neukunden einen Dollar an die Tierschutzorganisation Save The Elephants.

In dem Video ist GoDaddy-Chef Bob Parsons in einem offenbar von Elefanten zertrampelten Hirsefeld in Simbabwe zu sehen. In dem Film wird erklärt, dass Elefanten in der Region immer wieder Ernten vernichten und die Bauern deshalb hungern müssten. Später wird
Parsons bei der Jagd auf Elefanten gezeigt und wie Dorfbewohner das Tier danach schlachten.

"Es ist eine traurige und tragische Sache, wenn Elefanten geschossen werden. Eine Glorifizierung ist völlig unangebracht", sagt der Gründer von Save The Elephants, Iain Douglas-Hamilton. Über 20.000 Dollar (14.000 Euro) wurden seiner Organisation von Namecheap gespendet.

Die Begründung für die Elefantenjagd will Douglas-Hamilton nicht gelten lassen. "Man kann die Vernichtung von Ernten in Afrika nicht durch ausländische Jäger verhindern", sagt er. "Das ist nur eine Rechtfertigung für Leute, die gerne Elefanten töten."

Tierschützer wissen um die Schäden durch Elefanten für die regionale Landwirtschaft, wollen das Problem aber durch unblutige Methoden lösen. In Kenia hat eine Umweltschutzorganisation beispielsweise einen Tunnel gegraben, durch den die Elefanten von einem Buschgebiet in ein anderes ziehen können, ohne dabei durch die Felder zu trampeln.

"Parsons schiebt die Behauptung vor, die Jagd auf Elefanten helfe den Bauern", heißt es in einer Stellungnahme der Tierrechtsorganisation Peta. "Dabei gibt es effektive und nicht-tödliche Methoden, um die Elefanten von den Feldern fernzuhalten, beispielsweise mit Chili-Extrakt bestrichene Zäune."

Von

dapd

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

fuerTiere

08.04.2011, 08:07 Uhr

Jäger sind Lusttöter.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×