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25.02.2006

13:35 Uhr

Virus aus Asien

Vogelgrippe greift in Frankreich erstmals auf Nutztiere über

Die in Ostfrankreich mit dem Vogelgrippe-Virus infizierten Puten trugen laut Angaben eines deutschen Experten den Stamm H5N1/Asia.

HB PARIS/GREIFSWALD. „Nach meinen Informationen war das der Stamm“, sagte der Direktor des Friedrich-Löffler-Instituts für Mikrobiologie an der Universität Greifswald, Lutz Gürtler, am Samstag. Das Labor ist ein Nachbarinstitut des Friedrich-Loeffler-Instituts für Tiergesundheit auf der Insel Riems bei Greifswald. In Frankreich war das Virus der momentan grassierenden Vogelgrippe erstmals in der EU auf Nutzgeflügel übergegangen.

Hinter der Bezeichnung H5N1 können sich verschiedene Stämme des Erregers verbergen, die unterschiedlich stark krank machen. Bei der Vogelgrippe, die ihren Ursprung in Asien genommen hatte, handelt es sich um den Stamm H5N1/Asia. Dieser Typ war eindeutig bei toten Wildvögeln in Mecklenburg-Vorpommern und einer Ente in Baden- Württemberg nachgewiesen worden.

Gürtler befürwortete zugleich das Töten infizierter Nutzviehbestände. Auf dem Hof in Versailleux im Département Ain waren mehr als 400 der 11 000 im Stall gehaltene Tiere an der Krankheit verendet. Daraufhin wurden alle Tiere getötet. „Damit wird die Wahrscheinlichkeit gesenkt, dass weitere Mutationen des Virus erfolgen können“, sagte der Forscher.

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