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29.08.2012

14:59 Uhr

Volksfest „Tomatina“

Die Rückkehr der Spaß-Tomaten

Riesenspaß oder Riesenverschwendung? Wie jedes Jahr haben sich zehntausende Menschen im spanischen Örtchen Buñol eingefunden, um sich gegenseitig mit Tomaten zu bewerfen. Am Ende schwamm alles in roter Soße.

Schmutzige Tradition

Tomatenschlacht in Spanien

Schmutzige Tradition: Tomatenschlacht in Spanien

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BuñolZehntausende Spanier und Touristen aus aller Welt haben das ostspanische Buñol bei Valencia wieder einmal in ein Meer aus Tomatensoße verwandelt. Bei der alljährlichen Tomatenschlacht bewarfen sich am Mittwoch mehr als 40.000 Menschen auf der zentralen Plaza Mayor gegenseitig mit den roten Früchten. Viele Teilnehmer hatten sich die Hemden ausgezogen und die Augen zum Schutz vor dem brennenden Saft hinter Schwimmbrillen versteckt. Rund um den überfüllten Platz belagerten Zuschauer die Balkone, einige beteiligten sich von oben an der „Tomatina“.

Wegen der vielen Teilnehmer hatten es die fünf mit Tomaten bepackten Lastwagen zunächst schwer, durch die Menge zu kommen. Doch kaum hatten sie ihre Fracht abgeladen, flossen Unmengen an Tomatensoße über den Platz und die umliegenden Straßen. „Ich kann nicht schnell genug werfen“, sagte der Teilnehmer Angel, während er eine zerquetschte Tomate warf. „Es ist Wahnsinn. Das ist mein drittes Jahr.“ Die Tomatenwerfer sind angehalten, ihre Munition vor dem Wurf zu zerquetschen, um Schmerzen zu vermeiden.

Bad im roten Meer: Die Tomaten brennen in den Augen. dapd

Bad im roten Meer: Die Tomaten brennen in den Augen.

Wie in jedem Jahr war die „Tomatina“ für zahlreiche Teilnehmer Anlass, ausgiebig Alkohol zu trinken. Viele schmückten sich mit Accessoires; ein japanischer Tourist trug einen tomatenförmigen Helm, sein Freund einen mit Tomaten dekorierten Schal.

Die Tomatenschlacht von Buñol gibt es seit 1945 - der Legende nach geht die Veranstaltung auf einen handgreiflichen Streit um Lebensmittel zwischen Kindern zurück. Inzwischen lockt die „Tomatina“ Touristen aus Ländern wie Südkorea, Australien oder Indien in die 10.000-Einwohner-Stadt. Diese rechnet nach eigenen Angaben mit zusätzlichen Einnahmen für die örtliche Wirtschaft in Höhe von 300.000 Euro.

Von

afp

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