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21.02.2012

15:11 Uhr

Volksverhetzung

42-jähriger Sänger des „Döner-Killer“-Lieds angeklagt

Der Sänger einer rechtsextremen Band muss sich vor dem Amtsgericht Meppen wegen Volksverhetzung verantworten. Grund ist unter anderem ein „Döner-Killer“-Lied, das sich auf die Taten der Zwickauer Zelle bezieht.

Der Sänger einer rechtsextremen Band ist wegen Volksverhetzung angeklagt worden. ap

Der Sänger einer rechtsextremen Band ist wegen Volksverhetzung angeklagt worden.

OsnabrückDie Staatsanwaltschaft Osnabrück hat unter anderem wegen eines „Döner-Killer“-Lieds Anklage gegen den Sänger der rechtsextremen Band „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“ erhoben. Der 42-Jährige sei wegen Volksverhetzung vor dem Amtsgericht Meppen angeklagt worden, sagte ein Behördensprecher am Dienstag auf Anfrage. Das Lied bezieht sich demnach auf die Mordserie der Thüringer Neonazi-Zelle an Migranten in Deutschland. Es erschien bereits im Juni 2010, als die Hintergründe der Taten noch nicht bekannt waren.

Die Anklage beruht dem Sprecher zufolge noch auf zwei weiteren Songs der CD „Adolf Hitler lebt“. In einem Lied gehe es darum, dass Türken nach Istanbul abgeschoben werden sollten. In einem dritten Song werde behauptet, dass im Konzentrationslager Auschwitz keine Juden ermordet worden seien. Er wurde laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft bislang nur der Sänger der Gruppe angeklagt, weil er für die Texte verantwortlich sein soll.

Die aus Thüringen stammenden Neonazis Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe werden für die Morde an neun Migranten und einer Polizistin verantwortlich gemacht. Außerdem werden der Gruppe zwei Sprengstoffanschläge in Köln 2001 und 2004 mit zahlreichen Verletzten zur Last gelegt. Mundlos und Böhnhardt wurden Anfang November vergangenen Jahres nach einem gescheiterten Banküberfall tot in einem Wohnmobil in Eisenach aufgefunden. Zschäpe stellte sich später der Polizei. Die Bundesanwaltschaft will voraussichtlich im Herbst Anklage wegen der Mordserie erheben.

Von

afp

Kommentare (1)

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ZukunftsmodellDeutschland

21.02.2012, 16:42 Uhr

Auf der einen Seite stehen leider die Radikalen-die ihren Unmut nicht anders äußern können und vielleicht auch wollen- und auf der anderen die nichts sehen oder sehen wollen und bewußt untätig sind.
Aber mal ehrlich -wer mag zuviel MultiKulti- mit allen seinen Facetten und oft auch Nachteilen. Schon mal eine auf die Schnauze gekriegt. Mal eingebrochen und Wohnung geleert worden. Wer waren die Täter? Leider oft viele von denen sind nicht nur Täter sondern auch Opfer der Radikalen. Das ist im eigenen Lande keine Gemeinsamkeit und auch keine gute Zukunft. In den Großstädten vermehrt festzustellen. In den Innenstädten kommt man sich nicht mehr unbedingt als Deutscher vor. Wir bezeichnen viele von ihnen als Kopftücher. Ob die die Probleme lösen glauben nur die sog. "Gutmenschen". Aber viele von denen haben mit Integration wenig oder gar nix zu tun. So geht's halt auch nicht, dass man die Bevölkerung nicht mitnimmt und immerzu sich vor den Problemen -die damit verbunden sind- verschließt. Ein weiter so ist keine Lösung, sowie auch die Radikalisieruung gegen Menschen. Da halte ich überhaupt nichts davon und die Menschen tun mir auch leid, weil sie eigentlich nicht anders können und auf unseren Sozialstaat angewiesen sind und auch nutzen. Das "Ausnutzen" lasse ich an dieser Stelle mal weg. Auch den auffälligen hohen Anteil bei den Straftaten mit Migrationshintergrund. Lösungen sind das keine und die haben wir auch momentan nicht. Ich sehe keine. Oder doch?

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