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15.04.2015

16:23 Uhr

Von Gedenkstätte in Jerusalem

Erbin fordert Herausgabe von Liste Oskar Schindlers

Die berühmte Liste Oskar Schindlers, die 1200 Juden im zweiten Weltkrieg das Leben rettete, liegt heute in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Schindler-Erbin und Biografin Erika Rosenberg, fordert die Herausgabe.

Die Liste des des deutschen Fabrikanten Oskar Schindler, der in der Nazizeit rund 1200 Zwangsarbeiter vor dem Tod im Konzentrationslager rettete, wird zurückgefordert. dpa

Gedenkstätte soll Liste herausgeben

Die Liste des des deutschen Fabrikanten Oskar Schindler, der in der Nazizeit rund 1200 Zwangsarbeiter vor dem Tod im Konzentrationslager rettete, wird zurückgefordert.

HannoverJahrelang lagen die berühmte Liste Oskar Schindlers und Hunderte Briefe in einem verstaubten Koffer auf einem Dachboden in Hildesheim. Die Liste mit den Namen von 1200 Juden ist das Dokument, mit dem der Fabrikant zusammen mit seiner Frau im Dritten Reich das Leben dieser Menschen rettete.

Der Industrielle Schindler verstaute die Liste auf dem Speicher eines Ehepaares in Hildesheim, bei dem er bis zu seinem Tod am 9. Oktober 1974 immer wieder Wochen und Monate gewohnt hatte. Der von den Erben des Ehepaares entdeckte Koffer wurde der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem übergeben. Die Erbin und Biografin der Schindlers, Erika Rosenberg, fordert nun von der Gedenkstätte die Herausgabe der Liste.

Oskar Schindlers Buchhalter hatte eine erste Fassung der Liste 1944 angefertigt. Die auf ihr erfassten jüdischen Arbeiter wurden von dem Fabrikanten für die kriegswichtige Produktion angefordert und überlebten so die Nazi-Herrschaft. Weltberühmt wurde Schindlers Liste durch den gleichnamigen Film des Regisseurs Steven Spielberg 1994.

Von

dpa

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