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07.07.2014

14:40 Uhr

Vorhersage

Unwetter wüten im Südwesten Deutschlands

Temperatursturz und Unwetter: Während es im Süden und Westen Deutschlands bereits kracht, stehen anderenorts Sturm und Regen noch bevor. Fällt das Public Viewing zum WM-Halbfinale ins Wasser?

Ein vom Sturm abgedecktes Dach liegt in Wiesbaden auf der Straße und bedeckt ein Auto unter sich. dpa

Ein vom Sturm abgedecktes Dach liegt in Wiesbaden auf der Straße und bedeckt ein Auto unter sich.

BerlinAuf Hitze folgen Sturm und Hagelschlag. Im Südwesten Deutschlands hat sich das Sommerwochenende mit heftigen Unwettern verabschiedet. Ein abgebrochenes Technofestival, gestrichene Flüge, entwurzelte Bäume und überflutete Straßen - so lautet die Bilanz. Und es geht sehr ungemütlich weiter.

300 Mal rückte die Feuerwehr in Wiesbaden aus. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt und Verkehrsschilder umgeweht. Verletzte gab es nicht. In Freiburg (Baden-Württemberg) war die Polizei 150 Mal im Einsatz. In der Bächle-Stadt wurden zahlreiche Straßen überflutet.

In Mainz wurde ein Technofestival mit 17 500 Besuchern am Sonntagabend früher beendet. Sieben Besucher wurden verletzt, etwa von umherfliegenden Gegenständen. Vier Menschen kamen ins Krankenhaus. Auf einem Volksfest in Darmstadt mussten einige Fahrgeschäfte zwischenzeitlich anhalten.

Ein Unwetter verhagelte am Sonntag ein Grillfest in Weil am Rhein (Baden-Württemberg). Die 50 Gäste mussten Unterschlupf suchen. Darunter 15 Kinder, die sich in einen Kleinbus retteten. Wenig später krachte ein Baum auf den vorderen Teil des Busses. Die Kinder blieben unverletzt.

Am Stuttgarter Flughafen brauchten Passagiere Geduld, nachdem einige Flüge ausgefallen oder Verspätung hatten. Umgestürzte Bäume versperrten elf Besuchern einer Gaststätte in Hessen den Weg nach Hause - hier schnitten Einsatzkräfte die Straße frei. Auch die Besucher eines Golfplatzes wurden von umgewehten Bäumen an der Heimfahrt gehindert.

Auch weiterhin wird Tief „Michaela“ einige Wetterkapriolen nach Deutschland bringen. Am Dienstag muss laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vor allem im Norden und Osten mit kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden. Im Süden und Westen sind nur einzelne Schauer oder Gewitter unterwegs. Und es gibt ein Temperaturgefälle: In Südwest sind kühlere 16 bis 23 Grad, im Norden und Osten schwüle 24 bis 32 Grad vorausgesagt.
Wie wird das Wetter zum WM-Halbfinale der deutschen Nationalmannschaft am Dienstagabend? Insbesondere Regionen etwa nordöstlich der Elbe seien stark gewittergefährdet, heißt es beim DWD. „Detaillierte Prognosen sind zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht möglich.“ Public-Viewing-Veranstalter seien gewarnt, „da neben Starkregen auch noch Sturmböen und Hagel möglich sind“, so der Wetterdienst.

Eine Sprecherin der Berliner Fanmeile sagte: „Wenn es ganz, ganz schlimm wird und im Tiergarten die Bäume umfallen, was ich aber noch nie erlebt habe, würde sicher auch die Fanmeile geschlossen. Bei Gewitterregen und starkem Wind übertragen wir aber wie geplant.“ Sollte sich das Wetter auf dem Hamburger Fanfest als kritisch erweisen, „werden wir im Einzelfall gemeinsam mit Polizei und Feuerwehr entscheiden“, sagte eine Sprecherin. Es werde sichergestellt, dass Besucher zu keinem Zeitpunkt gefährdet seien.

Von

dpa

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